Feuerwehrmänner fürchten die unter Strom stehenden Module

Fotovoltaik-Anlagen

SCHWERTE Strom und Wasser vertragen sich nicht – das weiß jedes Kind. Die Feuerwehr stellt diese einfache Gleichung jedoch vor größere Probleme. Denn immer mehr Hausbesitzer lassen auf ihren Dächern Fotovoltaikanlagen anbringen. Das Problem: Wenn es brennt, kann die Anlage zwar vom Stromnetz getrennt werden. Die Module produzieren aber weiterhin ungehindert Strom.

von Von Nicole Giese

, 17.07.2009, 06:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch auf Terrassen und Carports kann Jörg Tappeser mit den Glas-Glas-Fotovoltaikmodulen Strom gewinnen.

Auch auf Terrassen und Carports kann Jörg Tappeser mit den Glas-Glas-Fotovoltaikmodulen Strom gewinnen.

Wichtig sei es daher, die Einsatzkräfte auf die Gefahren hinzuweisen. Nimmt Hübel an Einsätzen teil, ist er dafür verantwortlich, dass das Haus spannungsfrei bleibt. Früher arbeitete der Feuerwehrmann als Elektriker. Außerdem bildete er sich bei einem Seminar an der Landesfeuerwehrschule zum Thema "Gefahren von Fotovoltaikanlagen" weiter. "In Schwerte gab es bis jetzt noch keinen Fall", weiß er.

Um die Feuerwehr auf den Ernstfall vorzubereiten, würde Jörg Tappeser, Inhaber einer Solartechnik-Firma, gerne eine Info-Veranstaltung anbieten. "Die größte Gefahr ist die Unwissenheit", betont der Schwerter Experte. So könne Löschwasser, das durchs Haus fließt, unter Spannung stehen. Gefährlich werde es aber erst, wenn ein Feuerwehrmann mit beiden Leitern gleichzeitig in Berührung komme. Ein seltener Fall, betont Tappeser. Dennoch sei es wichtig, darauf vorbereitet zu sein.

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