Fisch-Diebstähle in Schwerte - Das sagt die Polizei

Verschwundene Kois

Mysteriöse Fischdiebe sind zurzeit in Schwerte aktiv. Drei Fälle wurden der Polizei innerhalb von fünf Tagen gemeldet. Rund 100 Karpfen beziehungsweise Kois und 40 Goldfische verschwanden nachts aus Gärten in Westhofen, am Talweg und im Reiche des Wassers. Hier erfahren Sie, wie die Polizei die Lage einschätzt.

SCHWERTE

, 26.04.2016, 13:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fisch-Diebstähle in Schwerte - Das sagt die Polizei

Kein schlechter Fang für Diebe: Mehrere tausend Euro können bestimmte Kois wert sein.

In dieser Häufung ist das ein Einzelfall, sagt Polizeisprecher Thomas Röwekamp. Das bestätigt auch der Blick in die bundesweiten Polizeimeldungen. Hier und da werden mal eine Handvoll Kois gestohlen, aber nicht in dieser Häufigkeit und Menge.

Dass die Fische in der Pfanne landen, glaubt Thomas Röwekamp nicht: „Dass jemand Goldfische klaut, hat uns schon verwundert, aber Kois haben ja durchaus ihren Wert. Die werden wohl weiterverkauft.“ Junge Kois gibt es im Handel ab 20 Euro, je nach Größe, Gattung und Färbung gehen die Preise dann in die Hundert bis Tausende Euro.

Gute Vorbereitung der Täter

Die Täter müssen gut vorbereitet sein, um so viele Fische auf einmal zu transportieren. „Hierzu nutzen sie wohl spezielle Fischtransporttaschen und eine entsprechende präpariertes Auto“, glaubt der Polizeisprecher.

Wie die Diebe ihre Tatorte auswählen, kann auch Thomas Röwekamp nur vermuten. Den einen oder anderen Teich könne man vielleicht über Luftbilder im Internet auskundschaften, meint er. Aber er vermutet eher, dass die Täter durch die Gärten stromern und über die Zäune schauen. So wie im Fall von Jürgen Klaus aus Westhofen. Dessen Teich ist nämlich über Luftbilder im Internet wegen großer Baumkronen nicht ausfindig zu machen.

Hier entdeckten die Täter den Teich wohl beim Blick über den hohen Holzzaun von der angrenzenden Spielwiese der Grundschule aus. Röwekamp könnte sich ebenfalls vorstellen, dass die Täter Informationen über Foren im Internet sammeln, in denen sich Tierhalter austauschen. Dort sollten die Tierbesitzer nun auch die Augen offen halten, ob ihre Fische zum Kauf angeboten werden.

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