Fotografieren im Elsebad? Verbot nicht umsetzbar

Smartphone

Neben Handtuch und Buch kommt mittlerweile immer das Smartphone mit in die Tasche für den Freibadbesuch. Fast jeder ist heute mit einer Kamera unterwegs. Freibäder stellt das vor eine große Herausforderung – und auch das Elsebad hat Hobby-Fotografen im Blick.

SCHWERTE

, 20.06.2017, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
... einen Sprung ins Schwimmbecken des Elsebads wagen. Natürlich muss dieser nicht in Form eines spektakulären Rückwärtssaltos sein, wie bei diesem sportlichen Badegast - Sicherheit geht vor.

... einen Sprung ins Schwimmbecken des Elsebads wagen. Natürlich muss dieser nicht in Form eines spektakulären Rückwärtssaltos sein, wie bei diesem sportlichen Badegast - Sicherheit geht vor.

Ein hessisches Schwimmbad, das das Fotografieren verboten hat, stellt seine Gäste vor die Wahl: Entweder das Smartphone bleibt in der Tasche – oder die Linse der integrierten Kamera muss mit einem Aufkleber abgedeckt werden. „Das gibt es bei uns nicht“, sagt Elsebad-Bademeister Dennis Holmer auf Anfrage unserer Redaktion.

Ein Fotografie-Verbot ist nicht umsetzbar

Fotografieren sei zwar ein schwieriges Thema für Freibad-Betreiber, auf ein Verbot setzte das Elsebad aber nicht. „Das ist für uns auch gar nicht umsetzbar“, so der Bademeister weiter. Unter der Woche kontrolliert üblicherweise ein Bademeister das Bad, an Wochenenden sind es mindestens vier Stück, die auf bis zu 3000 Besucher pro Tag aufpassen.

Jeden Gast und dessen Smartphone-Nutzung im Auge zu behalten, sei nicht möglich. Die Privatsphäre wolle man trotzdem schützen „Wir achten so gut wie möglich darauf, was fotografiert wird oder ob jemand durch das Bad läuft und alle knipst“, sagt Holmer. Im Internet sei das Thema „Gott sei Dank“ noch nicht richtig aufgekommen – weil es noch keine Fälle gab. Das bestätigt auch Polizeisprecher Thomas Röwekamp. So sei dem Kommissariat in Schwerte kein solcher Fall bekannt.

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Ungewollte Bilder direkt beim Bademeister anzeigen

Aber wie handelt man, wenn man doch den Eindruck hat, dass ein Besucher Fotos von Fremden macht? „Da sollte man ganz sensibel sein“, rät der Polizeisprecher. „Ich würde empfehlen, zum Bademeister zu gehen und den Fall zu melden“, sagt Röwekamp weiter. Der Betreiber dürfe sich die gemachten Bilder ansehen, den Besucher zurechtweisen und sogar des Bades verweisen. Besonders aufmerksam seien Holmer und seine Kollegen rund um das Kinderbecken: „Da achten wir nochmals mehr drauf, aber auch die Eltern sollten die Situation im Blick haben“, so Holmer. 

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