Freie Intensivbetten: Wie gut ist die Lage in Schwerte und Umgebung?

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Wie viele Covid-19-Patienten in Schwerte und Umgebung liegen auf der Intensivstation? Wie viele Betten sind frei? So ist die Lage in Schwerte und seinen Nachbarstädten.

Schwerte

, 23.04.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Italien, Spanien und den USA geraten Krankenhäuser gerade in eine Extremsituation. Es gibt nicht genug Intensivbetten und Beatmungsgeräte, um alle Corona-Patienten gut versorgen zu können. Doch wie sieht die Lage in Schwerte und Umgebung aus?

Das Intensivregister schafft Transparenz

Transparenz schafft in dieser Frage unter anderem das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz DIVI). Das Intensivregister gibt bis auf Kreisebene Auskunft über die Auslastung von Beatmungsgeräten in Krankenhäusern und die Auslastung von Intensivbetten durch Corona-Patienten.

In Dortmund gibt es insgesamt 288 Intensivbetten, von denen Stand jetzt 15 von Corona-Patienten belegt sind. Das macht ein Verhältnis von 5,2 Prozent. Für den Kreis Unna sieht die Situation ähnlich aus. Dort ergeben zehn Patienten auf der Intensivstation derzeit ein Verhältnis von 5,7 Prozent belegter Intensivbetten durch Corona-Patienten.

Insgesamt 18 Intensivbetten in Schwerte

Da die Angaben des Intensivregisters nur bis auf die Kreisebene Auskunft geben, sind darunter auch die Zahlen für das Marienkrankenhaus in Schwerte gelistet. Das Marienkrankenhaus fasst insgesamt 18 Intensivbetten - elf davon in der Goethestraße und sieben weitere in der Schützenstraße.

Belegt durch einen Corona-Patienten ist derzeit nur ein einziges Bett auf der Intensivstation. Bringt man die Schwerte Zahlen ins Verhältnis, kommt man auf ungefähr 5,6 Prozent belegter Betten auf den Intensivstationen durch Covid19-Patienten.

Marienkrankenhaus kann Kapazitäten erhöhen

Im Vergleich zum gesamten Land und stärker betroffenen Gegenden sind die Zahlen in Schwerte, Dortmund und Unna eher niedrig. Im gesamten Bundesland NRW sind es im Vergleich 7,9 Prozent - im stark betroffenen Kreis Heinsberg sind es 34,4 Prozent - also ein knappes Drittel.

Sollte sich die Situation in Schwerte verschlimmer, könne das Marienkrankenhaus nach eigenen Angaben zudem seine Kapazitäten auf den Intensivstationen erhöhen.

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Dass eine Aufstockung der Intensivbetten wegen mehr Patienten nötig ist, sieht Dr. Ulrich Franken, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Standort Schützenstraße gelassen.

„Die Zahl der bestätigten Covid 19-Fälle pendelt sich auf einem Niveau ein.“, so Franken. „Derzeit sind die Zahlen etwas rückläufig, wir sehen im Moment ein Anzeichen einer Entspannung.“ Dennoch sei weiterhin Vorsicht geboten.

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