Fünf Einbrüche in drei Jahren bei Schwerter Familie

Fallzahlen steigen stetig

Immer mehr Einbrüche beunruhigen die Schwerter - fast täglich werden der Polizei neue Taten gemeldet. Die Familie Eckey hat es ganz besonders schlimm getroffen: Gleich fünfmal brachen Unbekannte in ihr Haus ein - innerhalb von nur drei Jahren. Wir haben mit der Familie gesprochen und zeigen auf einer Karte, wo Einbrecher in Schwerte zuschlagen.

SCHWERTE

, 24.02.2015, 05:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einmal sei das Haus ganz leer gewesen, berichtet die Schwerterin von der größten Schrecksekunde. Erst vor vier Jahren ist ihre Familie in den Neubau auf der Schwerterheide eingezogen. Kurz darauf begann die Einbruchsserie. Zweimal entdeckte Ehemann Ludwig Eckey, wie Gestalten die Leuchtkegel ihrer Taschenlampen durch den Garten schweifen ließen.

Ein weiteres Mal standen sie sogar ganz dreist am hellichten Mittag auf der Terrasse - bereit, die Scheibe einzuschlagen. "Und noch in der vorigen Wochen haben sie versucht, Tür und Fenster aufzubohren", erklärte Ingrid Eckey am Montag. Glücklicherweise wurden die Täter da vom Enkel gestört.

190 Einbrüche seit Mitte November 2013

Hunderte Schwerter mussten Ähnliches erleben. Auch sie fanden ihre Wohnungen von fremden Händen durchwühlt. Allein 190 Einbrüche wurden seit Mitte November 2013 von der Polizei gemeldet. Tendenz gefühlt steigend und ohne die Dunkelziffer, da längst nicht jeder Versuch entdeckt wird. So wie im Ostpreußenweg, wo schon ältere Aufhebel-Spuren kürzlich nur zufällig bei einer Rollladen-Reparatur auffielen.  

Einen exakten Überblick konnte Ralf Hammerl, Sprecher der Kreispolizeibehörde Unna, am Montag nicht geben. Die Zahlen seien gesperrt, bis der NRW-Innenminister im März seine Jahresstatistik veröffentlicht habe.

Polizei: Tätergruppen bundesweit aktiv

Seit zwei bis drei Jahren - soviel kann Hammerl aber sagen - sei Deutschland zum Ziel von Tätergruppen geworden, die überwiegend aus Osteuropa kämen. Weil sie bundesweit aktiv sind, müssen auch die Polizeibehörden überregional zusammenarbeiten. "Wenn man einen Einbrecher in Schwerte fassen würde, könnte man ihm so auch Taten nachweisen, die er vielleicht in Bochum oder Gelsenkirchen begangen hat", verdeutlicht Hammerl.

Großaktion an Autobahnauffahrten geplant

Wie im Vorjahr ist auch wieder eine gemeinsame Großaktion "Mobile Täter im Visier" vorgesehen, bei der an Autobahnauffahrten reihenweise Autos und Insassen kontrolliert wurden. Die Federführung für den Bereich rund um Unna, Hamm und Soest liegt in den Händen des Polizeipräsidiums Dortmund.

"Die Aktion wird in den nächsten zwei bis drei Monaten stattfinden", bestätigte Behördensprecher Kim Freigang. Der genaue Termin werde aber nicht bekanntgegeben, um keine Täter zu warnen. Derzeit seien die Polizeikräfte noch durch viele andere Einsätze wie das Fußball-Derby am Wochenende und Demonstrationen gebunden.

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