Feuerwehr löschte brennenden Schuppen an der Letmather Straße

rnFeuerwehr Schwerte

Ein Brand an einem Wohnhaus an der Letmather Straße beschäftigte die Feuerwehr am Montagmittag. Ein Schuppen war in Brand geraten. Beherzte Nachbarn verhinderten einen schlimmen Schaden.

Ergste

, 06.04.2020, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine feuergeschwärzte Sichtschutzwand, davor liegen ein paar verkohlte Balken auf dem Terrassenpflaster. Das Einzige, was die Flammen von dem Schuppen übrig gelassen haben, der direkt an das Wohnhaus an der Letmather Straße angebaut war. Dessen Besitzer hatte Glück im Unglück. Denn der Feuerwehr gelang es, zumindest das Haus weitgehend zu schützen. Wie knapp ein Überschlagen des Brandes verhindert wurde, zeigt die Schieferfassade des Gebäudes, die samt Dämmung großflächig zerstört worden ist. Die immense Hitzeentwicklung ließ auch Fensterscheiben platzen.

Nachbarn kühlten Gasflasche mit Gartenschlauch

Noch gefährlicher hätte es werden können, wenn beherzte Nachbarn nicht so schnell reagiert hätten. Denn neben dem Schuppen stand ein Grill mit gefüllter Gasflasche. Als man das bemerkte, war die Luft schon so glühend heiß, dass man den Grill nicht mehr wegziehen konnten. Die Nachbarn rollten einen Gartenschlauch aus, um die Gasflasche zu kühlen.

Als die Feuerwehr eintraf, brannte die Gartenhütte schon in voller Ausdehnung, berichtete Einsatzleiter Wilhelm Müller. Auch Teile der Außenfassade hätten zu diesem Zeitpunkt schon Feuer gefangen. Aus zwei Rohren bekämpften die Einsatzkräfte den Brand von außen. Außerdem wurde ein Trupp unter Atemschutz in das Wohnhaus geschickt, um dieses zu kontrollieren und zu sichern. Von der Drehleiter aus wurde gleichzeitig das Dach ständig beobachtet.

Komplett abgebrannt ist der an das Haus angebaute Schuppen. Mit einem Gartenschlauch kühlten geistesgegenwärtige Nachbarn die Gasflasche des Grills.

© Reinhard Schmitz

Warum der Schuppen in Flammen geriet, ist bislang ungeklärt. Der Eigentümer des Hauses vermutete, dass ein Wärmestau im Akku seines E-Bikes, das im Schuppen stand, den Brand ausgelöst haben könnte: „Es wird der Akku hochgegangen sein.“ Das Gerät sei ein Markenprodukt und nicht ans Ladekabel angeschlossen gewesen. Außerdem hätten sich in dem Raum noch ein vollgetankter Rasenmäher sowie ein halbvoller Fünf-Liter-Kanister mit Benzin und Öl befunden. Weitere Nahrung fand das Feuer an Verpackungsresten und Styropor, die nach einer Möbelbestellung darauf warteten, nach und nach in den entsprechenden Mülltonnen entsorgt zu werden.

Während der Dauer der Löscharbeiten bis circa 14.30 Uhr war die Letmather Straße oberhalb der Justizvollzugsanstalt in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Dort stand ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Polizeifahrzeugen bereit. Angerückt waren neben dem Einsatzführungsdienst noch Kräfte der Hauptamtlichen Wache sowie der Löschzüge Ergste und Villigst. Auch ein Notarztwagen und ein Rettungswagen standen etwas abseits am Feldrand vorsorglich in Bereitschaft.

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