Gefährliche Kreuzung in Geisecke wird entschärft

Initiative der Siedlergemeinschaft

Der Fußgänger-Angstraum Buschkampweg/Unnaer Straße in Geisecke soll entschärft werden. Das ist das Ergebnis einer Ortsbegehung von Polizei, Ordnungsamt und Siedlern am Buschkampweg. Still und heimlich hatte sich diese Stelle in den vergangenen Jahren zu einem Ärgernis für die Anwohner entwickelt - jetzt wird etwas dagegen unternommen.

GEISECKE

, 25.07.2017, 15:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das neue Tempo-30-Schild war der erste Erfolg der Siedlergemeinschaft von René Hittmeyer, die Ergänzung der Ampel im Hintergrund um einen Fußgänger-Überweg, soll im kommenden Jahr folgen.

Das neue Tempo-30-Schild war der erste Erfolg der Siedlergemeinschaft von René Hittmeyer, die Ergänzung der Ampel im Hintergrund um einen Fußgänger-Überweg, soll im kommenden Jahr folgen.

„Ein tolles Gefühl, etwas zu bewegen“, sagt René Hittmeyer (41), der neuer Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Geisecke, der sich über den ersten Erfolg seiner jungen Amtszeit freut. Durch Zufall entdeckte Hittmeyer eines Tages, dass nicht nur er den Kreuzungsbereich am Buschkampweg/Unnaer Straße als unangenehmen und gefährlich für Fußgänger empfand, sondern viele Gemeinschaftsmitglieder auch.

Autofahrer wollen Grünphase noch erwischen

Aus Richtung Lichtendorf kommt viel Verkehr den Buschkampweg hinunter. Bis etwa hundert Meter vor der Kreuzung galt Tempo 30, dann plötzlich wieder 50. „Da gaben viele Autofahrer noch mal Gas, um die Grünphase der Ampel zu erwischen“, sagt René Hittmeyer. Tempo und Verkehrsdichte machten ein Überqueren der Straße schwierig, denn eine Fußgänger-Ampel fehlt der Kreuzung. „Die war beim Bau vor 40 Jahren wohl nicht vorgesehen“, schätzt René Hittmeyer.

Aus demografischen Gründen gibt es in der Siedlung gerade besonders viele Senioren und Kinder. „Wir sind in einem Generationenwechsel“, erklärt René Hittmeyer. Die erste Generation der Hausbauer wird langsam alt, viele Häuser sind von jungen Familien übernommen worden.

„Wir haben ganz konstruktive Gespräche geführt.“

Gestützt durch die Mehrheit seiner Mitglieder wandte sich René Hittmeyer an die Stadt und erlebte sein bürokratisches Wunder: „Wir haben ganz konstruktive Gespräche geführt.“ Und auch schnelle Ergebnisse gab es. Bereits kurz Zeit, nachdem die Siedler die Gefahrenstelle vorgeführt hatten, ließ das Ordnungsamt ein weiteres Tempo-30-Schild aufstellen.

Das Tempo gilt jetzt auf dem Buschkampweg bis zur Ampel. Außerdem hat das Ordnungsamt den Umbau der Ampel in die Wege geleitet, sie soll einen Fußgängerüberweg an beiden Querseiten der Unnaer Straße bekommen. „Beim Ortstermin sprachen die Planer sofort auch von abgesenkten Bordsteinen, so weit wollten wir eigentlich gar nicht gehen“, lobt René Hittmeyer das Zuvorkommen der städtischen Vertreter.

Das neue Ampel-Projekt steckt aber erst in der Prüfungsphase, Veränderungen wird es erst im nächsten Jahr geben. Die Wartezeit kann die Freude über den Erfolg bei den Siedlern aber nicht mindern.

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