Gefährlicher Baustoff: Gibt es in Zukunft Asbest-Baustellen in Schwerte?

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Das Material ist eingebaut keine Gefahr. Aber wenn saniert oder abgerissen werden muss, ist Asbest stark gesundheitsgefährdend. Bei der Stadt Schwerte sieht man das Thema aber gelassen.

von Tom Schlieck

Schwerte

, 18.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

In zahlreichen alten Gebäuden steckt Asbest – immerhin galt es früher als das perfekte Baumaterial für Isolierung und gegen Brandschutz. Heute weiß man, dass man beim Abbau von Asbest besonders vorsichtig sein muss, da sich die Fasern in der menschlichen Lunge absetzen und irreparable Schäden verursachen können.

Umso empörter waren viele Eltern, als sie im vergangenen Juli sahen, wie Männer in kompletter Schutzkleidung mit Atemmaske nur 20 Meter von spielenden Kindergartenkindern in Ergste arbeiteten. Daraufhin entflammte die Diskussion um die Abtragung des Anbaus an der Grundschule in Ergste parallel zur Betriebszeit des Kindergartens. Denn der Anbau stammt aus einer Zeit, in der man den hochgefährlichen Baustoff Asbest noch standardmäßig verbaut hat.

Asbest-Säcke gefunden

Dazu bemängelten die Bürger eine nicht ausreichende Abschirmung der offenen Bauarbeiten. Die Stadt äußerte sich in einer Pressemitteilung, konnte den Gegenwind jedoch nicht ersticken. Die Eltern hielten Beweisfotos dagegen von demontierten Platten in sogenannten Asbest-Bags. Diese Säcke aus speziellem Gewebe zur Entsorgung von asbestverunreinigten Materialien lagen auf dem Gelände des Sommerfests der Kindertagesstätte nebenan. Die Stadt versicherte, dass zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Gäste des Fests bestanden habe.

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Aber wie ist der aktuelle Stand? An welchen Gebäuden muss man in Zukunft mit Abtragungen rechnen?

Auf Nachfrage bei der Stadt wurde bestätigt, dass aktuell keine weitere Asbestrenovierungsmaßnahmen in nächster Zeit anstehen. Die Diskussion liegt also erst einmal auf Eis. „Es werden alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen bei akuten Renovierungen eingehalten und ausgiebig einbezogen in die Bewertung“, sagt Pressesprecher Ingo Rous.

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