Geiselnahme in JVA Ergste wird Thema im Landtag

Aufklärung gefordert

Die Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt (JVA) im Schwerter Stadtteil Ergste beschäftigt nun auch den Landtag. Die CDU-Opposition fordert Aufklärung: Bereits am 20. August war eine Lehrerin der Anstalt 40 Minuten lang in der Hand eines Vergewaltigers gewesen und von diesem verletzt worden.

SCHWERTE

von dpa

, 05.10.2012, 18:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geiselnahme in JVA Ergste wird Thema im Landtag

Ein Gefangener hatte in der JVA Schwerte eine Mitarbeiterin in seine Gewalt gebracht und verletzt. Die Opposition im Landtag fordert nun eine gründliche Aufarbeitung des Geschehens.

Der Justizminister habe über den Vorfall in Schwerte im Rechtsausschuss des Landtags umfassend berichtet, entgegnete ein Justizsprecher. Das Thema war allerdings zuvor vom CDU-Abgeordneten Jens Kamieth auf die Tagesordnung gesetzt worden. In dem Bericht des Ministeriums heißt es, dass der Gefangene regelmäßig als Putzkraft im Büro der Lehrerin eingesetzt gewesen sei. Am Tattag habe er sich mit der Lehrerin in dem Büro eingeschlossen, was während dieser Zeit unbemerkt geblieben sei. Der Häftling war wegen besonders schwerer Vergewaltigung zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Erst als der Gefangene die Frau freiließ, hatte diese Alarm auslösen können.

Die CDU-Opposition will nun wissen, warum sämtliche Notrufgeräte zeitgleich gewartet wurden. Ein Justizsprecher sagte am Freitag auf Anfrage, dies sei technisch unumgänglich. Das System könne nicht gleichzeitig gewartet und regulär betrieben werden. 

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