Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gemeindegruppe Asyl beschenkt Flüchtlingskinder

Begegnungscafé in Schwerte

Auf die Flüchtlingskinder aus den verschiedenen Unterkünften in Schwerte wartete am Dienstagnachmittag ein Haufen an Geschenken - 130 waren es an der Zahl, eingepackt durch die Schüler des Friedrich-Bährens-Gymnasiums und der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule. Wir waren dabei und haben Fotos mitgebracht.

HOLZEN

, 27.12.2016 / Lesedauer: 3 min
Gemeindegruppe Asyl beschenkt Flüchtlingskinder

Gespannt warteten die Kinder auf die Päckchen, die Schüler des Bährens-Gymnasiums und der Fleitmann-Gesamtschule gepackt hatten.

Trubel erfüllte Dienstagnachmittag den Eingangsbereich des Pfarrheims am Rosenweg. „Dein Deutsch ist immer besser geworden“, begrüßt Hans-Bernd Marks den älteren Herrn. Der stets engagierte Sprecher der Gemeindegruppe Asyl kennt sie fast alle, die Gäste des weihnachtlichen Begegnungscafés im Christophorushaus. Immer wieder brachten Helfer mit ihren PKW neue Flüchtlinge aus den Sammelunterkünften im Gänsewinkel, in Geisecke und auf der Binnerheide. Andere kamen in Begleitung ihrer Paten vom Arbeitskreis Asyl zur Tür herein, hinter der verführerisch die Waffeleisen dampften. Drei Kilogramm Mehl hatten Jugendliche zu Teig verarbeitet. „Wir sind alles altgediente Messdiener“, verriet Lukas Poggenpohl.

Weitere Sitzgelegenheiten aus der Kirche

Bald reichten die 130 Stühle an den mit Alpenveilchen, Kuchen und Mandarinen geschmückten Tischen nicht mehr. Weitere Sitzgelegenheiten wurden aus der Kirche nebenan herangeschleppt. Nur ein wenig Platz musste frei bleiben für die Musiker Sakhaei Shahrokh und Sohrab Ashofteh, die statt Weihnachtsliedern mit iranischen und kurdischen Schlagern für Tanzstimmung sorgten.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Begegnungscafé im Pfarrheim St. Christophorus

„Dein Deutsch ist immer besser geworden“, begrüßt Hans-Bernd Marks den älteren Herrn. Der Sprecher der Gemeindegruppe Asyl kennt sie fast alle, die Gäste des weihnachtlichen Begegnungscafés im Christophorushaus. Wir waren dabei und haben ein paar Fotos gemacht.
27.12.2016
/
Kaffee, Kuchen und Mandarinen lagen für die Besucher des weihnachtlichen Begegnungscafés auf den schön gedeckten Tischen bereit.© Foto: Reinhard Schmitz
Auch mit Schwungtüchern wussten die jungen Artisten des Circus Refugi zu begeistern.© Foto: Reinhard Schmitz
Die ehemaligen Messdiener sorgte für Nachschub an den Waffeleisen. Drei Kilogramm Mehl hatten sie für den Teig verarbeitet.© Foto: Reinhard Schmitz
Die iranischen Musiker Sohrab Ashofteh (Gesang) und seine Freund Sakhaei Shahrokh (Keyboard) begeisterten das Publikum.© Foto: Reinhard Schmitz
Flüchtlinge und ihre Paten hatte die Gemeindegruppe Asyl ins Pfarrheim St. Christophorus zum weihnachtlichen Begegnungscafé eingeladen.© Foto: Reinhard Schmitz
Hans-Bernd Marks, Sprecher der Gemeindegruppe Asyl, war überall im Einsatz.© Foto: Reinhard Schmitz
Die Flüchtlinge genossen die Einladung zum weihnachtlichen Begegnungscafé.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit Musik aus dem Iran feierten die Besucher des weihnachtlichen Begegnungscafés im Christophorushaus.© Foto: Reinhard Schmitz
Voll besetzt war das Christophorushaus beim weihnachtlichen Begegnungscafé.© Foto: Reinhard Schmitz
Die Rhythmen der iranischen Musiker forderten zum Tanz auf.© Foto: Reinhard Schmitz
Die Besucher klatschten zu den Rhythmen des iranischen Musik-Duos mit.© Foto: Reinhard Schmitz
Zur kurdischen Musik wurde kräftig getanzt.© Foto: Reinhard Schmitz
Die Männer machten vor, wie in ihrer Heimat getanzt wird.© Foto: Reinhard Schmitz
Gespannt warteten die Kinder auf die Päckchen, die Schüler des Bährens-Gymnasiums und der Fleitmann-Gesamtschule gepackt hatten.© Foto: Reinhard Schmitz
Gekonnte Jonglage zeigten die jungen Artisten des Circus Refugi sogar im Liegen.© Foto: Reinhard Schmitz
Auf der Nase balancierten die jungen Artisten des Circus Refugi mit Pfauenfedern.© Foto: Reinhard Schmitz
Schlagworte Schwerte

Zum zweiten Mal hatte seine Gemeindegruppe zum Begegnungscafé nach den Weihnachtstagen eingeladen. „Früher sind wir immer am zweiten Feiertag mit gesammeltem Spielzeug zu den Flüchtlingen gefahren, um die Kinder zu beschenken“, berichtete Marks von den Ursprüngen. Zehn, zwölf Jahre lang waren seine Helfer so regelmäßig als Boten des Christkinds in den städtischen Unterkünften Zum großen Feld und in der Regenbogenstraße unterwegs. Doch seit der Flüchtlingsstrom so groß wurde, dass weitere Heime überall im Stadtgebiet verteilt eingerichtet werden mussten, war die Verteilung logistisch nicht mehr zu stemmen.

Mauer aus 130 Kartons

Auf ihre Geschenke mussten die Flüchtlingskinder aber natürlich trotzdem nicht verzichten. Hoch stapelte sich an der Wand eine Mauer aus 130 Kartons, die Schüler des Friedrich-Bährens-Gymnasiums und der neuen Theodor-Fleitmann-Gesamtschule für ihre Altersgenossen gepackt und in buntes Weihnachtspapier gewickelt hatten. Das Warten aufs Auspacken der Pakete verkürzten drei junge Artisten vom Circus Refugi, die nicht nur mit Tellern, sondern sogar mit Pfauenfedern auf der Nase jonglieren konnten. Auch Flüchtlingskinder machen bei dem Projekt der Arbeiterwohlfahrt mit. Integration in der Manege sozusagen. „Zirkus braucht keine Sprache“, erklärte Marks.

 

Lesen Sie jetzt