Gewaltprozess: Zeugen berichten von Würgeattacken und Morddrohungen

Landgericht Hagen

Ein mutmaßlich unberechenbarer Gewalttäter soll für unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie. Vor Gericht in Hagen schildern Zeugen schlimme Szenen.

Schwerte

, 03.09.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 35-jährige Beschuldigte soll zum Beispiel im August 2017 in der Gaststätte Tiemesmann für Angst und Schrecken gesorgt haben. „Eigentlich hat er schon seit Jahren Hausverbot“, erinnerte sich die Wirtin am Dienstag. An jenem Freitagabend sei der 35-Jährige aber einfach wieder hereingekommen - und sofort sei Theater gewesen.

„Er hat meinen Mann gewürgt und in Richtung der Automaten geschubst“, sagte die Zeugin den Richtern. Und später, nachdem die Polizei den Randalierer zunächst weggeschickt hatte, sei er zurückgekommen und habe mit einem Stein eine der Fensterscheiben zerstört. Mit wüsten Morddrohungen auf den Lippen sei er schließlich von der Polizei mitgenommen worden.

Schon ein Jahr zuvor soll der Beschuldigte im Stadtpark randaliert und einen Kontrahenten mit einem rund zwei Meter langen Straßenschild angegriffen haben. „Er schwang die Metallstange wie ein Schwert durch die Luft“, erinnerte sich einer der damals eingesetzten Polizisten. „Ich bin sicher, dass es schwere Verletzungen gegeben hätte, wenn er seinen Gegenüber getroffen hätte.“

Der Polizist und ein Kollege entschieden deshalb, sofort einzugreifen. Zu zweit stürzten sie sich auf den Angreifer und setzten ihn fest. Vor Gericht will der Mann nichts zu den Vorwürfen sagen.

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