Großbaustelle Lennetalbrücke auf der A45 zieht um

Montage von Garenfelder Seite

Gewaltige Stahlkästen rollen auf Schwertransportern den Garenfelder Berg hinauf. Von der Villigster Straße ist eine Abzweigung asphaltiert worden, die direkt vor der Großbaustelle für die neue Lennetalbrücke der Autobahn 45 endet. Es herrscht viel Bewegung - denn die Mega-Baustelle zieht um. Wir geben einen Überblick.

SCHWERTE

, 06.03.2015, 05:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bauleute ziehen mit ihrem Material auf die Garenfelder Seite der Brücke um, nachdem sie ihre Arbeit am Hagener Ende beendet hatten. So berichtet Projektleiter Michael Neumann vom Landesbetrieb Straßen NRW in Hagen. Von der Nachbarstadt aus sind inzwischen schon 300 Meter des neuen Überbaus auf die Behelfspfeiler geschoben worden, die neben dem alten Bauwerk betoniert worden waren.

Montagehalle direkt vor Abgrund ins Tal

Wie eingeübt, werden diese Arbeiten jetzt am Garenfelder Brückenkopf fortgesetzt. In einer riesigen Baugrube, von den Experten Taktkeller genannt, ist direkt vor dem Abgrund ins Tal eine Montagehalle entstanden. Geschützt vor Wind und Wetter können dort die gewaltigen Brückenbauteile zusammengeschweißt und mit einem Korrosionsschutz beschichtet werden. Rund 130 bis 160 Tonnen wiegt jeder der Hohlkästen, von denen jeweils zwei bis vier Stück zu einer Einheit verbunden werden.  

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Alle drei bis vier Wochen - so erläutert Neumann - soll so ein Teilstück dann mit einer Hydraulik auf die Pfeiler vorgeschoben werden. Untergelegte Teflonplatten und manchmal auch normales Spülmittel helfen, den Reibungswiderstand des Stahlkolosses zu vermindern, so dass er in der Stunde zwischen acht bis zehn Metern vorwärts bewegt werden kann.

Überbau soll Mitte 2016 fertig sein

Nur das mittlere Brückenstück kann nicht auf diese Weise geschoben werden, weil es auf seiner Unterseite nicht glatt, sondern bauchig geformt ist. Deshalb muss für den Lückenschluss an Ort und Stelle aus dem Tal heraus gebaut werden, sobald alle Hohlkästen von der Garenfelder Seite aus vorgebaut sind.

„Unser Ziel ist es, Mitte 2016 den Überbau in Richtung Frankfurt am Main fertiggestellt zu haben“, berichtet Neumann. Dann könne der gesamte Autobahnverkehr in beiden Richtungen auf die neue Brücke geleitet werden, damit die marode Vorgängerin abgerissen und durch einen weiteren Neubau ersetzt werden kann.  

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