Große Rückstaus an der großen Kreuzung am Bahnhof: Stadt lässt Ampelschaltung prüfen

rnVerkehr in Schwerte

Die Kreuzung am Bahnhof fordert Autofahrern viel Geduld ab. Oft ist der Rückstau sehr lang. Aktuell prüft die Stadt, ob man die Ampelschaltung verbessern kann. Aber: Es ist kompliziert.

Schwerte

, 24.01.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besonders wer im Berufsverkehr auf der Karl-Gerharts-Straße in Richtung Bahnhof unterwegs ist, benötigt Geduld: Am Dienstagmorgen staute sich der Verkehr bis auf die Béthunestraße zurück. Nicht viel besser ist es oft auf dem Holzener Weg, auch dort wartet man in einer langen Schlange oft mehrere Grün-Phasen, bis man es über die Kreuzung schafft.

Straßen NRW hatte Anpassung der Ampelschaltung gefordert

Eine mögliche Erklärung: Die Situation hat sich verschärft, seit die Bahnhofstraße nach der langen Bauphase im Spätsommer 2018 wieder für den Verkehr freigegeben ist. Ob es wirklich daran liegt, darüber mochte der städtische Verkehrsplaner Jan Menges am Dienstag nicht spektulieren. „Es ist einfach eine Kreuzung mit wahnsinnig viel Verkehr, den wir dort auch nicht wegbekommen. Da ist man an den Grenzen der Belastbarkeit.“

Allerdings habe der Landesbetrieb Straßen.NRW im Zuge des Umbaus der Bahnhofstraße auch eine Anpassung der Ampelschaltung gefordert: Er ist involviert, da die Karl-Gerharts-Straße und der Holzener Weg Landesstraße sind.

Der Landesbetrieb hatte sein Anliegen mit der Verkehrssicherheit begründet, so Menges. Denn mit dem Umbau der Bahnhofstaße ging auch eine Veränderung bei den Abbiegerspuren einher: Die getrennte Linksabbieger-Spur von der Bahnhof- in die Beckestraße (also Richtung Rewe-Supermarkt) ist weggefallen. „Es gibt dort jetzt nur noch eine Spur, für links, rechts, geradeaus. Vorher konnten die Linksabbieger-Spuren von der Bahnhofstraße in die Beckestraße und die Linksabbieger-Spur vom Holzener Weg in die Karl-Gerharts-Straße zeitgleich grün haben – weil sich beide Spuren ja nicht in die Quere kamen. Das ist jetzt anders, weil es von der Bahnhofstraße nur noch die eine Spur gibt“, erklärt Menges.

Stadt lässt Verkehrsaufkommen überprüfen

Dementsprechend sei die Schaltung angepasst worden. Aktuell lasse die Stadt überprüfen, wie gut das funktioniert. „Wir sind dran, ein Gutachten erarbeiten zu lassen, ob es dort noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt“, sagt Menges. Aktuell wird das Verkehrsaufkommen gezählt. Die Ergebnisse sollen im Februar vorliegen. Danach könne man entscheiden, ob die Schaltung verändert werden soll.

Die Planung einer neuen Ampelschaltung ist in diesem Fall besonders aufwändig, weil die große Bahnhofskreuzung eine sehr komplexe Kreuzung ist: Zu den vier Fahrtrichtungen mit ihren Abbiegerspuren kommt noch eine Busvorrangschaltung, die Busfahrer, die vom Busbahnhof losfahren teils manuell auslösen können. Und auch die Kreuzung am Rewe-Markt an der Margot-Röttger-Rath-Straße/Beckestraße ist an die Kreuzung gekoppelt, so Menges.

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Ob sich die Umstellungen an der großen Kreuzung am Bahnhof auch auf die Ampelphasen dort ausgewirkt haben, konnte Menges am Dienstag nicht beantworten. Manch ein Fußgänger hat den Eindruck, sehr lange warten zu müssen.

Gelegentlich tauchen in den Sozialen Netzwerken auch Forderungen auf, die Ampel dort sei komplett überflüssig. „Dort sind ein großes Nahversorgungszentrum, ein Altenheim und damit viele Fußgänger in einer schlecht einsehbaren Kurve unterwegs – einen gänzlichen Verzicht auf die Ampel dort sehe ich eher nicht“, sagt der Stadtplaner.

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