Größere Reservierungen für Weihnachtsfeiern kann es im Freischütz in diesem Jahr wohl nicht geben. © Manuela Schwerte
Weihnachtsfeiern

Große Weihnachtsfeiern im Freischütz: „Uns fehlen einfach die Köche“

Im Freischütz sind die ganz großen Weihnachtsfeiern im Festsaal bisher nicht geplant. Die Pandemie und der Fachkräftemangel haben ihre Spuren hinterlassen. Dafür gibt es andere Aktionen.

Die Weihnachtszeit ist nicht mehr allzu weit entfernt. Die weitreichenden Aufhebungen von Corona-Einschränkungen in der Gastronomie machen Weihnachtsfeiern von Firmen und Vereinen zudem wieder möglich.

Gleichzeitig steigen die Inzidenz-Werte wieder an und die Unsicherheit wächst, wie sich die Pandemie in den kommenden Wintermonaten entwickeln wird.

Wohl keine großen Feste im Saal

Das Restaurant Freischütz in Schwerte hat in den letzten Wochen schon einige Anfragen für Weihnachtsfeiern in seinen Räumen erhalten. Die ganz großen Feste im Saal werden aber wohl noch nicht stattfinden. „Für kleinere und mittlere Feiern von bis zu 120 Gästen gab es schon Anfragen“, berichtet Freischütz-Inhaber Philipp Winterkamp. „Der große Saal, in dem sonst Feste mit 400 bis 500 Gästen stattfinden, wird in diesem Jahr wohl nicht ausgebucht.“

Das Restaurant verschwindet seit Längerem hinter der Baustelle für die neue Fußgängerbrücke.
Das Restaurant verschwindet seit Längerem hinter der Baustelle für die neue Fußgängerbrücke. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Philipp Winterkamp glaubt, dass die Firmen und Vereine vor allem aufgrund der Unsicherheit über die kommenden Regelungen verhalten bleiben. „Ich denke, es ist eine für mich verständliche Vorsicht da. Auch wenn man es nicht gerne zugibt, steigen die Zahlen gerade wieder und man merkt, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist.“ Ein normales Weihnachtsgeschäft sei es in diesem Jahr definitiv immer noch nicht.

Auch wenn die ganz große Feste in diesem Winter wohl noch nicht stattfinden werden, sind im Freischütz eine ganze Reihe an weitere Weihnachtsaktionen geplant – vom Gänse- und Grünkohlessen über den Winterwald bis zum Eisstockschießen. Der Fokus solle dabei darauf gelegt werden, dass die geplanten Aktionen auch draußen stattfinden können.

Der Inhaber des Freischütz erhofft sich damit auch, dass weitere Anfragen für Weihnachtsfeiern im Außenbereich kommen: „Wer lieber vorsichtig ist, kann draußen am Lagerfeuer feiern, Eisstockschießen und den Winterwald genießen. Die Möglichkeiten sind auch im Außenbereich gegeben.“

„Uns fehlen einfach die Köche“

Philipp Winterkamp ist zudem nicht ganz unglücklich, dass wohl keine riesigen Feste in den Sälen des Freischütz stattfinden werden. Die Corona-Pandemie hat nämlich wie fast überall in der Gastronomie auch im Freischütz ihre Spuren hinterlassen. „Noch haben wir Kapazitäten, aber große Veranstaltungen könnten wir momentan vielleicht auch nicht stemmen“, erklärt Philipp Winterkamp. „Es gibt einen enormen Fachkräftemangel und uns fehlen einfach Köche.“

Aus diesem Grund sei der Freischütz auch schon dazu übergegangen, sein Restaurant nur noch von Freitag bis Sonntag zu öffnen. Die Bewirtung der Gäste sei mit Aushilfen zwar möglich, aber in der Küche brauche es einfach Fachkräfte. „Ich denke bis die Situation sich für die gesamte Gastronomie wieder richtig einpendelt, wird es wohl noch fünf Jahre dauern.“ Man nehme die jetzige Herausforderung gerne an, aber so könne der Freischütz auch das Gute an einem nicht gänzlich ausgelasteten Weihnachtsgeschäft sehen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer