Großes Fest gegen Kinderarmut

SCHWERTE Zum Weltkindertag hatten am Sonntag das ev. Jugendreferat und das Projekt gegen Kinderarmut der katholischen Kirche ein großes Fest am Wuckenhof veranstaltet. Rollenrutsche, Ponyreiten, Kistenklettern: Es ging bis zum späten Nachmittag ums Spielen. Und um ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem: Kinderarmut.

von Von Hilke Schwidder

, 14.09.2008, 18:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spiele und ernsthafte Gespräche gehörten zum Programm des Festes.

Spiele und ernsthafte Gespräche gehörten zum Programm des Festes.

Die Gesellschaft müsse sich sehr bewusst mit diesem Problem auseinandersetzen. „Denn wir können bedürftigen Kindern helfen, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.“ Die Möglichkeiten seien vielfältig, lägen zwischen einer warmen Mahlzeit am Tag und einem angemessenen Bildungsangebot. „Wichtig ist, dass alle Kinder an der Gesellschaft teilhaben“, betont der Jugendreferent. Und die Frage, was der Kirchenkreis gegen Kinderarmut unternehme, sei auch gerechtfertigt. Konkret fließe der Erlös des Festes zur einen Hälfte dem Projekt gegen Kinderarmut zu. Zur anderen Hälfte kommt er einer Aktion des Jugendreferats zugute. Das will im nächsten Jahr Ferienfahrten für einen geringen Teilnehmerbeitrag organisieren. Denn auch Erholung gehöre zu den Grundbedüfnissen der Kinder, betont Katja Pischke. Immer wieder erinnern die Veranstalter zwischen den Spielestationen auch an das ernste Thema der Veranstaltung. Hier stehen Planschbecken und bedeuten: Unsere Kinder sollen nicht Baden gehen.

Dort hängt die Resolution des Kindergipfels vom Juni an einem großen Baum. Schülerin Jale steht davor und liest die Sätze genau vor: „In unserem Land gibt es Reiche und arme Menschen, und viele arme Kinder! Wir fragen: Warum ist das so?“ Das Mädchen nickt und unterschreibt. Später soll Bürgermeister Heinrich Böckelühr dieses Banner bekommen.

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