Grundsteuer B und Strom werden 2017 teurer

Neue Gebühren in Schwerte

Neues Jahr, neue Kosten. Man kennt das. In diesem Jahr gibt es aber auch Einsparpotenzial, denn manche Preise und Gebühren werden gesenkt. Wir haben uns mal in Schwerte umgehört, worauf sich die Bürger der Ruhrstadt im kommenden Jahr einstellen müssen.

SCHWERTE

, 30.12.2016, 12:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da Schwerte immer noch Stärkungspaktkommune ist, erhöht sich die Grundsteuer auch im Jahr 2017. Der Hebesatz für die Grundsteuer B für bebaute Grundstücke steigt von 780 Prozent auf 810 Prozent. Das ist der teuerste Posten für den Bürger im kommenden Jahr. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus bedeutet dies eine Steigerung der Grundsteuern von 390 auf 405 Euro im Jahr. Im Vergleich: 2012 musste man dafür nur 240 Euro zahlen. Gute, aber auch nicht so gute Nachrichten gibt es für die Gas- und Stromverbraucher: Die Senkung der Gaspreise kündigte Sonja Bruske von der Vertriebsleitung der Stadtwerke bereits im November an. Zum neuen Jahr senkt der Versorger den Arbeitspreis für den Brennstoff nochmals um 0,357 Cent pro Kilowattstunde.

Preise für Gas sinken, Stromgebühren steigen

Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden für das Einfamilienhäuschen spare durch die Preissenkung 71,40 Euro im Jahr, rechnet Bruske vor. Abhängig von der Laufzeit des Liefervertrags werden in dem Beispiel pro Kilowattstunde künftig zwischen 6,762 Cent (Grundversorgung) und 6 Cent (Tarif Ruhrpower 36) berechnet.

Die Strompreise hingegen erhöhen sich geringfügig aufgrund gestiegener Umlagen um 1,98 Prozent (0,585 Cent pro Kilowattstunde). Bei einer Musterfamilie mit einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden im Jahr bedeutet das 17,52 Euro Mehrkosten.

Straßenreinigung wird für Anlieger deutlich teurer

Teurer wird auch die Straßenreinigung. Rund 16 Prozent mehr müssen die Anlieger zahlen, wenn ihre Straße von der Stadt gereinigt wird. Doch da die meisten Anwohner mit 1,77 Euro im Jahr pro Meter Straßenfront vergleichsweise geringe Beträge zahlen müssen, trifft die Steigerung hauptsächlich die Anlieger der Fußgängerzone.

Denn die gehört zu jenen Bereichen, in denen keine Kehrmaschine fahren kann und die Straße gefegt werden muss. Und um Schwertes Einkaufsmeile sauber zu halten, sind hier die Bediensteten sechs Mal pro Woche unterwegs. Der Preis pro laufendem Meter beträgt ab 2017 10,53 Euro.

Weniger Abgaben werden für den Winterdienst fällig. Die Kosten pro laufendem Meter Grundstücksseite verringern sich bei Streuklasse I von 2,41 auf 2,17 Euro und bei Streuklasse II von 1,93 auf 1,74 Euro. Keine Veränderungen, sagt Sonja Bruske, gibt es 2017 bei den Kosten für Wasser und Abwasser. Das Gleiche gilt für die Müllgebühren. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt