Gutachter befürwortet den Bau einer neuen Sportanlage für mehrere Vereine und Sportarten

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Rückenwind für den Plan des Bürgermeisters, im Wandhofener Bruch ein neues Stadion zu bauen und auf die Plätze am Schützenhof und in Wandhofen zu verzichten. Die CDU will einen Masterplan.

Schwerte

, 25.02.2019, 12:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Idee von Bürgermeister Axourgos und seinen Stadtplanern, im zukünftigen Gewerbegebiet am Wandhofener Bruch eine neue Sportanlage zu bauen, hat gutachterlichen Segen bekommen. Dr. Günter Breuer vom Institut für Bedarfsforschung, Schwerpunkt Sportentwicklung, hat am Mittwoch im Ausschuss für Schule und Sport eine Bestandsaufnahme der Schwerter Sportstätten vorgelegt.

Im November hatten sich bereits Vereinsvertreter und Kommunalpolitiker hinter den Plan gestellt, die Sportplätze Schützenhof und Wandhofen für Baumaßnahmen zu veräußern und aus dem Erlös eine neue Anlage am Wandhofener Bruch zu errichten. Ein großer Lidl-Markt, eine Kindertagesstätte und 200 neue Wohnungen oder Einfamilienhäuser sollen auf der Brachfläche des ehemaligen Spaßbades und des Sportplatzes Schützenhof entstehen. Auch der Ascheplatz des TuS Wandhofen in der Nähe der Ruhr würde dann für Wohnbebauung vermarktet.

Gutachter: Sportanlage ist für 2,7 bis 3,3 Millionen Euro zu haben

Fazit von Breuers „Stärken-Schwächen-Analyse“: Viele Schwerter Sportplätze sind schlecht in Schuss, haben erheblichen Modernisierungsbedarf. Da sei es durchaus sinnvoll, eine neue Anlage zu bauen und dort mehrere Vereine und Sportarten unterzubringen. Breuer: „Dort wären ein Fußballfeld, ein Kunstrasenplatz sowie Leichtathletik und Beachvolleyball denkbar.“ Der grobe Kostenrahmen liege bei 2,7 bis 3,3 Millionen Euro.

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Im Gutachten heißt es zusammenfassend: „Durch den Neubau eines Funktionsgebäudes mit Gastronomie könnte ein Treffpunkt gestaltet werden, der für die nächsten 15 Jahre eine zukunftsweisende Investition in die Sportinfrastruktur der Stadt Schwerte darstellen würde.“

Das umfangreiche Gutachten von Breuers ZAK-GmbH, die auch schon vor zehn Jahren einen Sportstättenentwicklungsplan für Schwerte entwickelt hat, ging mit einigen Schwerter Sportplätzen hart ins Gericht. Der Schützenhof und die Ruhrtalkampfbahn in Wandhofen seien allenfalls noch kurzfristig nutzbar, so seine Analyse. Sie hätten keine große Zukunft.

Alte Kunststoffrasenflächen zeigen schwere Verschleißerscheinungen

Im EWG-Sportpark in Schwerte-Ost seien umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen erforderlich, die 14 Jahre alte Kunstrasenfläche und die Leichtathletikanlagen befinden sich demnach in einem schlechten Zustand.

Die Geisecker KS-Logistic-Sportanlage am Buschkampweg sei noch mittel- bis langfristig nutzbar, das Funktionsgebäude aus den 80er-Jahren sei allerdings zu klein und nicht mehr adäquat. Bessere Noten bekam das Ergster Waldstadion: Es zeige einige Verschleißerscheinungen, sei aber mittel- bis langfristig nutzbar.

CDU-Fraktion sieht Notwendigkeit für einen „Master-Plan“

Vor dem Hintergrund dieser Untersuchungen kam die CDU zu der Überzeugung, dass es nicht nur eine neue Sportanlage brauche, sondern einen „Masterplan“, der die komplette Sportstättenentwicklung in den Blick nehme. Die Christdemokraten wollen sich dafür stark machen.

Schlecht bestellt ist es auch um einige schulische Sportanlagen. Der Sportplatz am Friedrich-Bährens-Gymnasium weise diverse Schäden auf, die Leichtathletik-Anlagen an der Schule Villigst seien in einem sehr schlechten Zustand. Die Anlage am Schulzentrum Nordwest, so steht es im Gutachten, sei wegen vieler Schäden komplett sanierungsbedürftig.

Breuer: „Die Stadt Schwerte sollte als Schulträger den Anlagen, die von den Schulen genutzt werden, Priorität bei der Sanierung/Modernisierung einräumen“.

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