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Haftstrafe für Schwerter Gebrauchtwagen-Betrüger

Nach Geständnis

Auf Gebrauchtwagenseiten im Internet legte ein Schwerter Betrüger gutgläubige Käufer herein. Zu den Hintergründen der Taten gab der 41-jährige seine alles bestimmende Spielsucht an – und schüttete dem Amtsrichter im Prozess am Dienstag sein Herz aus.

Schwerte

30.06.2015 / Lesedauer: 2 min

Glaubt man dem Angeklagten, dann war sein Leben bis jetzt geprägt von schrecklichen Erlebnissen: der Sohn verstorben, eines Tages fand er im Keller eine erhängte Frau. Ein Unglück reihte sich an das nächste. Die Depression hatte ihn im Griff und dann wurde er auch noch spielsüchtig.

Um sich eine Erwerbsquelle zu sichern, begann der arbeitslose Mann zwischen August und September vergangenen Jahres, Gebrauchtwagen anzubieten. Dazu gab er auf beliebten Gebrauchtwagenportalen im Internet vor, verschiedene Kleinwagen zu verkaufen. Meistens schloss er mit den Kunden telefonisch einen Kaufvertrag und vereinbarte mit ihnen eine Anzahlung.

Für die Spielsucht ausgegeben

Das Geld ließ er sich bequem auf sein Konto überweisen. Insgesamt 5650 Euro kassierte er auf diese Weise. Die geprellten Kunden warteten vergeblich an den ebenfalls vereinbarten Treffpunkten, wo der falsche Verkäufer die Autos angeblich an sie übergeben wollte. 

Das Geld ging vollständig für seine Spielsucht drauf, erklärte der Schwerter in seinem Geständnis. Die Depression und die traumatischen Erlebnisse trieben ihn dazu, zu spielen. 

Derzeit bereits in Haft

Der Amtsrichter maß den psychischen Problemen des bereits einschlägig Vorbestraften nicht allzu großes Gewicht bei. Schon 2014 hatte der Mann die Betrugsmasche mit Handys und auch ein paar Autos durchgezogen. Er sitzt im Moment eine zweijährige Haftstrafe ab. 

Das Schöffengericht Hagen setzte am Dienstag nun noch zwei weitere Jahre Haft drauf. Eine Therapie, die der Angeklagte sich wünscht, wird lange nicht möglich sein.

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