Harald Mante machte Bilder vom Bau des WTC

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Chromblitzende Straßenkreuzer, hohe Wolkenkratzer, die typischen Taxis und eine gewaltige Baustelle. Während dieser Tage die Bilder der einstürzenden Türme des World Trade Centers allgegenwärtig sind, hat Harald Mante den Bau der Twin-Towers fotografisch konserviert.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 09.09.2011, 19:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Damals herrschte da totale Aufbruchsstimmung und grenzenloser Optimismus“, erinnert sich Mante. „Das Ganze war ja auch ein Riesenprojekt.“ Die Reise hatte Mante von der Firma Zeiss geschenkt bekommen. Als Dank für sein erstes Buch, das 1969 veröffentlicht wurde. Damals hatte sich der spätere Fotoprofessor gerade von einer Karriere als Fotograf für Magazine verabschiedet und sich dem künstlerischen Weg verschrieben. Davon zeugen auch seine New-York-Bilder.Den 11. September 2001 erlebte der Fotoprofessor gemeinsam mit seiner Frau im heimischen Schwerte. „Wir hatten an diesem Tag für eine Reise in die Toskana gepackt und am Nachmittag den Fernseher angeschaltet, um den Wetterbericht zu sehen.“ Unfassbar seien die Bilder gewesen. Das Ehepaar war wie gelähmt, die Reise wurde um zwei Tage verschoben. „Irgendwie war alles wie ein hyperrealistischer Science- Fiction-Film.“

Hart ins Gericht geht er mit seiner eigenen Branche: „Wenn jetzt dramatische Bilder im Format zwei mal zwei Meter verkauft werden, habe ich da wenig Verständnis. Was für Leute kaufen sich denn solche Kunst?“

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