Harte Strafen nach Ausbruchversuch aus Jugendgefängnis

JVA Iserlohn

HAGEN/DRÜPPLINGSEN Mit Jugendstrafen von sieben Jahren beziehungsweise sieben Jahren und neun Monaten ist am Donnerstag vor dem Hagener Landgericht der Prozess um einen brutalen Ausbruchversuch aus dem Jugendgefängnis in Drüpplingsen zu Ende gegangen. Bei beiden Angeklagten mussten die Richter ältere Verurteilungen in die Strafe einbeziehen.

von Von Martin von Braunschweig

, 23.07.2009, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Harte Strafen nach Ausbruchversuch aus Jugendgefängnis

Da diese unterschiedlich hoch waren, fielen auch die jetzigen Strafen unterschiedlich aus.Mit Hilfe eines Fußballtores flüchten

Die Richter sind davon überzeugt, dass beide Häftlinge am 24. August 2008 versucht haben, mit Gewalt das Gefängnis-Gelände zu verlassen. Angeblich wollten sie mit Hilfe eines hochgestellten Fußballtores über den Sportplatz flüchten. Sie waren jedoch noch innerhalb der Gefängnismauern überwältigt und festgenommen worden.

Um die Flucht zu ermöglichen, hatten sie nach Ansicht der Richter einen Wachmann (46) in ihre Zelle gelockt und sofort brutal auf ihn eingeschlagen und –getreten, um an seinen Schlüssel zu gelangen. Der 46-Jährige erlitt schwerste Kopfverletzungen mit Hirnblutungen und wird wahrscheinlich nie mehr als Wachmann arbeiten können.Angeklagte beschuldigen sich gegenseitig

Die beiden Angeklagten hatten sich im Prozess gegenseitig beschuldigt. Beide sahen in dem jeweils anderen den Haupttäter.

Lesen Sie jetzt