Nachdem im vergangenen Jahr die meisten um eine Erkältung herumgekommen sind, treten derzeit viele Krankheitsfälle auf. © picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Meinung

Hebt die Maskenpflicht auf, um Rotznasen den Kampf anzusagen!

Die Maskenpflicht im Freien ist derzeit aufgehoben. In Innenräumen gilt sie jedoch noch immer. Zeit, auch dort wieder Gesicht zu zeigen, findet unsere Autorin.

Um die Corona-Pandemie in ihre Schranken zu weisen, war die Maskenpflicht eines der ersten und sicherlich sinnvollsten Mittel. Sie ermöglichte uns dauerhaft das Einkaufen in Supermärkten und abseits der Lockdowns auch Shopping-Touren – zwei der wenigen Anlässe, bei denen die Maske auch derzeit noch dauerhaft getragen werden muss.

Im Freien ist die Maskenpflicht indes gänzlich aufgehoben worden, in Kinos und Theatern beispielsweise darf der Mund-Nasen-Schutz am festen Sitzplatz abgenommen werden. Auch Partys sind mit 2- oder 3-G-Regel wieder möglich. Warum also nicht auch im Supermarkt wieder Gesicht zeigen?

Die derzeitige Erkältungswelle könnte dafür richtungsweisend sein. Hatte uns die Maske im vergangenen Jahr noch vor Infektionen geschützt, ist sie inzwischen oft der Grund für ein schwächeres Immunsystem, das normale Erkältungen und andere Infektionskrankheiten schlechter verträgt als zuvor.

Impfungen und Tests sind wichtiger

Schwerter Kitas und Kinderärzte berichten unter anderem von einer längeren Krankheitsdauer. Es ist meiner Meinung nach inzwischen wieder wichtiger geworden, das Immunsystem im Allgemeinen zu stärken, als alles auf die Abwehr des Coronavirus zu fokussieren.

Zumal Impfungen und Tests eine gute Sicherheit bieten. Sich damit und mit der Einhaltung der Niesetikette sowie regelmäßigem Händewaschen zu schützen, erscheint mir nun sinnvoller als das Immunsystem mit dem Masketragen zu schwächen – denn so machen wir uns möglicherweise auch wieder angreifbarer für das Coronavirus.

Über die Autorin
Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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Carolin West