Hier soll ein Hotel an der Rohrmeisterei in Schwerte entstehen

rnGästehaus an der Ruhr

Die Pläne für ein Hotel auf dem Gelände der Rohrmeisterei sind nicht neu. Doch jetzt sollen sie tatsächlich Wirklichkeit werden. Wann gebaut werden kann und was schon bekannt ist.

Schwerte

, 25.06.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Rohrmeisterei-Chef Tobias Bäcker und sein Kuratoriumsvorsitzender Philipp Halbach im November die Pläne für ihr Hotel gemeinsam mit Bürgermeister Dimitrios Axourgos vorstellten, wollten sie mit Bestand arbeiten. Denn die beiden Häuser auf dem Gelände, in denen sich die Senfmühle und Lenne-Ruhr Kanu-Tours befinden, würden sich für Umbauten anbieten.

Mittlerweile weiß man aber, dass man um einen Neubau, zumindest für Teile des Hotels, nicht herumkommt. Denn das Gebäude mit der Senfmühle ist stark sanierungsbedürftig. Außerdem muss man mit strengen Brandschutzauflagen rechnen, wenn man umbaut.

In der Sitzung des Planungsausschusses am 2. Juli soll mit der Aufstellung eines Bebauungsplans begonnen werden.

Was ist eigentlich geplant?

Die Bürgerstiftung Rohrmeisterei will im Prinzip ein Hotel mit 60 Betten bauen. Allerdings heißt das Projekt offiziell noch Gästehaus. Unter diesem Namen war es 2012 bei einem Studentischen Workshop zur Gestaltung des Rohrmeisterei-Umfeldes erstmals auf Plänen verzeichnet worden.

Kulturhotel mit Literatenzimmern

Als Kulturhotel sollen die einzelnen Zimmer Literaten gewidmet werden. Außerdem werde man dort auch Raum für Ausstellungen schaffen, so Tobias Bäcker. Betrieben werden solle das neue Gästehaus als gemeinnützige Firma, um Arbeitsplätze für Menschen mit Integrations- und Qualifizierungsbedarf zu schaffen.

Das ist aber auch schon alles, was man bis jetzt weiß. Denn erst wenn der Bebauungsplan formell eingeleitet ist, will die Rohrmeisterei die dafür notwendigen Gutachten in Auftrag geben. Die wiederum geben vor, wie das Gebäude aussehen soll, wie viel von den ehemaligen Gebäuden genutzt werden kann und wie es betrieben werde. „Wir werden parallel zum Beubauungsplanverfahren jetzt Finanzierung, Architektur und das Betriebssystem erarbeiten“, so Tobias Bäcker.

Wann könnte es losgehen?

Bis zu zwei Jahre könne so ein Bebuungsplanverfahren dauern, habe man ihm mitgeteilt, so Bäcker. Bis dahin habe man auch alle vorbereitenden Arbeiten gemacht, sodass ein Baubeginn 2021 möglich sei. Stadtsprecher Ingo Rous erklärte auf Anfrage: „12 bis 18 Monate dauert in Schwerte so ein Verfahren im Schnitt.“ Das sei im Vergleich mit anderen Kommunen schnell.

Was wird aus den jetzigen Nutzern der Häuser?

Mit denen sei man im Gespräch, sagt Tobias Bäcker. Man wolle sie auf jeden Fall auf dem Gelände halten. Und auch mit den Nachbarn will die Rohrmeisterei einen Konsens erzielen. Ein zusätzliches Gebäude könne auch als Lärmschutz dienen, hatte Bäcker bei der ersten Vorstellung der Pläne gesagt.

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