Holzpfosten Futsaler sind am Samstag Favorit

Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft

Das Viertelfinale der Deutschen Futsal-Meisterschaft steht an: Die Holzpfosten Schwerte empfangen am Samstag den Südwest-Meister TuS Kirchberg (19 Uhr, Alfred-Berg-Halle). Dabei haben sie einen klaren Plan: Ab ins Halbfinale!

SCHWERTE

, 19.03.2015, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Holzpfosten Schwerte - Essen Futsal 16:0

Holzpfosten Schwerte - Essen Futsal 16:0

Daniel Otto gibt zu, dass das Viertelfinale seit zwei Wochen das „beherrschende Thema“ in seinem Leben ist. Als Teamchef analysierte er Videos des Gegners, spürte Stärken und Schwächen auf. Als Schreiberling füllte er ein paar Seiten für die Holzpfosten-Zeitung „05Freunde“. Und als Torwart nahm er an erschöpfenden, halbfinalwürdigen Trainingseinheiten teil. „Wir haben“, erzählt er, „das Pensum von Anzahl und Intensität extrem hochgefahren.“

Otto sieht seine Mannschaft das erste Mal als Favoriten in einem K.o.-Spiel. Denn: Der TuS Kirchberg spielt in der südwestlichen Futsalzone Deutschlands. Dort gibt es kein strukturiertes Ligasystem wie beispielsweise im Westen. Die Rheinland-Pfälzer sind ein reines Fußballteam, das sich über zahlreiche Hallenturniere als beste Südwest-Mannschaft qualifizierte. Bei Hallenturnieren wird dort seit Jahren Futsal gespielt, weshalb Kirchberg futsalfit ist.

Premiere für Kirchberg

Es hat so allerdings auch noch nie (!) ein reguläres Spiel über 40 Minuten absolviert. „Das Spiel wird läuferisch viel intensiver werden, als alles, was wir bisher kannten. Wir müssen sicherlich über unsere Grenzen hinausgehen. Wir werden permanent von Schwerte gefordert werden, das kann eine Qual werden. Aber wir müssen alles raushauen“, fordert Kirchbergs Trainer Christian Schneider.

Diese Premiere wollen die Holzpfosten ihnen vermiesen. „Wir befinden uns da gerade auf einer gewissen Gratwanderung. Ich will den Gegner nicht zu stark- und uns nicht zu kleinreden. Wir haben in diesem Jahr an Taktik und Physis so viel zugelegt“, meint Otto selbstgewiss. Das Ergebnis seiner Analyse? Ein Gegner, der das Spiel „verschleppt“, eher langsam denn schnell aufbaut – das kann flott eine Nerv-Garantie mit sich bringen.

Mit großem Respekt

Otto warnt deshalb vor: „Ein Feuerwerk wird das nicht. Wir sind vorsichtig, haben viel Respekt, aber auf keinen Fall Angst. Auf der Stirn jedes Spielers steht eindeutig das Ziel Halbfinale.“ Großen Respekt zeigt auch Kirchbergs Trainer Schneider vor den „Pfosten“: „Schwerte hat Lauf- und Passwege drin, die wir als Freiluftmannschaft gar nicht trainieren können. Wir müssen aufpassen, uns nicht durcheinander wirbeln zu lassen und versuchen, über Umschaltsituationen zum Erfolg zu kommen.“

40 Zuschauer wollen die Gäste mitbringen. „Es wird bestimmt eine tolle Atmosphäre werden. 400 Fans sind wir draußen gewöhnt, aber 400 Fans in der Halle, die richtig Stimmung machen, das haben wir noch nicht erlebt“, berichtet Schneider.

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Schwertes Jüngster, Florian Kliegel, verletzte sich beim Fußball derart, dass er nicht fit sein wird. Dafür rutscht Christoph Ferenc zurück in den Kader. Nach monatelanger Knieverletzung machte er zuletzt eine raketenartige Entwicklung.

Zu einer kleinen Tradition ist bereits das Vorspiel geworden. K.o.-Spieltage verbringt die Mannschaft beisammen – diesmal in Oliver Manz‘ Wohnung. Hier schauen die Holzpfosten gemeinsam Fußball und Mannschaftskoch Costantino Ruggio serviert seine wohlschmeckende „Penne Napolitana“. Nach dem Spiel folgt wieder eine Feier mit dem ganzen Verein. So haben es die Holzpfosten in der letztjährigen K.o.-Phase dreimal machen können. Auch diesmal soll die Samstagsfeier nicht die einzige bleiben. 

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