Illegales Autorennen auf der A1: Fahrer wurden bei Schwerte geschnappt

rnAutobahnpolizei

Spurwechsel über alle Fahrbahnen, rechts überholt, knapp eingeschert: Ein Rennen lieferten sich zwei junge Fahrer auf der Autobahn. Doch mit einem Profi-Zeugen hatten sie nicht gerechnet.

Schwerte

, 28.09.2020, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aussteigen, Auto stehen lassen, Führerschein abgeben. Der 18-Jährige Audi-Pilot musste nach der rasanten Autobahnfahrt sehen, wie er auf anderem Wege zurück nach Hause nach Hennef kam. Nachdem er sich - so die Polizei - offenbar mit einem anderen Autofahrer ein illegales Rennen auf der Autobahn geliefert hatte, wurde er von alarmierten Einsatzkräften im Bereich der Anschlussstelle Schwerte gestoppt.

Seinen mutmaßlichen Kontrahenten, einen 21-jährigen BMW-Fahrer aus Simmerath, zogen die Beamten ein paar Kilometer weiter in Hagen an der Raststätte Lennhof aus dem Verkehr. „Beiden Fahrern wurden Anhaltezeichen gegeben, denen sind sie nachgekommen“, sagt Polizei-Pressesprecherin Dana Seketa (Dortmund). Zu einer wilden Verfolgungsjagd sei es nicht gekommen.

Zusammenstoß auf der Autobahn nur knapp verhindert

Doch es reichte schon die Latte der Verkehrsverstöße, die ein Beamter

des Bundeskriminalamts (BKA) zuvor beobachtet hatte. Er war am vergangenen Freitag (25. September) mit einem zivilen Wagen unterwegs, als er in der Nähe von Hamm auf der Autobahn A2 auf den Audi und den BMW aufmerksam wurde, die in Richtung Oberhausen fuhren.

Mehrfach - so der Polizeibericht - beobachtete er, wie die Fahrer rasante Fahrstreifenwechsel über die gesamte Breite der Autobahn hinlegten. In einer anderen Situation habe ein anderer Autofahrer nur durch Bremsen einen Zusammenstoß verhindern können, als der Audi-Fahrer knapp vor ihm einscherte. Zuvor habe dieser mehrere Autos rechts überholt.

Am Kamener Kreuz wechselten die Fahrer auf die A1

Der BKA-Fahnder verständigte die Autobahnpolizei und informierte sie über die weiteren Stationen des mutmaßlichen Autorennens. Am Kamener Kreuz wechselten der Audi und der BMW auf die Autobahn A1 in Richtung Köln. Erneut - so heißt es - seien die beiden Fahrer dabei durch riskante Manöver bei Geschwindigkeiten von weit über 100 Stundenkilometern aufgefallen. Wiederholt sei es dabei zu gefährlichen Situationen für Unbeteiligte gekommen.

Die Autos wurden von der Polizei beschlagnahmt

Die Konsequenz für die beiden mutmaßlichen Rennfahrer: Die Polizisten beschlagnahmten ihre Autos. Auch ihre Führerscheine und Handys mussten die jungen Männer abgeben. Die Vorgeschichte der wilden Autobahnfahrt - ob es sich um eine abgesprochene oder spontane Sache handelt - müsse noch ermittelt werden, erklärt Polizei-Sprecherin Dana Seketa.

Es habe aber den Anschein gehabt, als wollten die beiden beteiligten Fahrer gezielt zusammenbleiben. Wegen des Verdachts der Teilnahme an einem illegalen Rennen warte auf die beiden Autofahrer jetzt ein entsprechendes Strafverfahren.

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