In der Freizeit werden Kuscheltiere genäht

Schwerter Geschichten

SCHWERTE Wenn Claudia Beisemann und ihr Mann Jörg gemeinsam in ihrem Wohnzimmer sitzen, sind sie umringt von Bären, Haien, Igeln, Mäusen und Fröschen, die mit ihren Knopfaugen alles beobachten. Ein Paradies für Kinder – eine Leidenschaft für das Ehepaar.

von Von Sophie Bissinger

, 12.03.2010, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Deichschaf „Dörthe“, Frosch „Fröschli“ und „Bully“ der Hai – alle sitzen sie beisammen und haben eines gemeinsam. Claudia Beisemann hat sie in ihrer Freizeit von Hand gefertigt. Die 40-jährige hat ihr Hobby zwar nicht zum Beruf gemacht, aber in ihrer Wohnung deutet alles darauf hin, dass sie viel Zeit mit Nadel, Faden und Wolle verbringt.

„Es ist mein liebstes Hobby“, sagt sie lachend, während sie schon zu ihrem Körbchen auf dem Wohnzimmertisch schielt, in dem sich ein noch mandelförmiges Fellknäuel befindet, das den Anfang eines neuen Kameraden für die Wohnzimmerrunde darstellen soll. „Je kleiner das Tier ist, desto mehr Spaß habe ich daran. Ich knussel so gern“, sagt sie fröhlich.Ein Werkzeugkasten zur Kuscheltierherstellung

Mit 15 Jahren fing alles an. Bei Projektwochen in der Schule hat sich Beisemann näher mit der Puppen- und Kuscheltierherstellung beschäftigt und seither die Instrumente nicht wieder aus der Hand gelegt. In ihrem Körbchen finden sich Stickscheren zum Ausschneiden der Stoffe, kleine und feine Nadeln zum Nähen, Sicherheitsknopfaugen, Aderpressen aus dem OP und Blumendraht um die Kuscheltierchen in Form zu halten.

Gerade die Feinarbeit macht Claudia Beisemann großen Spaß. „Ich habe mit einem riesigen Bären, Ben, angefangen, den mein Mann sich damals gewünscht hat. Mit der Zeit wurden die Tiere immer kleiner. Ich hatte einmal acht Wochen die Hand im Gips. Das war ein Alptraum“, sagt die gelernte Augenoptikerin. Ihr Meisterstück – ein größerer Eisbär aus Alpakawolle – hat sie sich zur Abschlussprüfung geschenkt.

Ratatouillemaus im Weckglas

Ehemann Dirk ist ihr größter Kritiker, aber auch Ideengeber. „Er ist der Überprüfer der Augen, sagt mir ob die Tiere schielen“, erklärt sie. Aber auch neue Ideen für Dekorationen stammen meist vom Ehemann. „Ich habe beispielsweise jetzt ein Einweckglas gekauft und auf dem Markt einen kleinen Kochlöffel in Auftrag gegeben. Claudia hat nun eine Ratatouillemaus gemacht, die in dem Weckglas dekorativ in der Küche steht“, erklärt der 44-jährige Drahtzieher.

Am Wochenende ist das Ehepaar oft unterwegs, kauft Stoff und Utensilien für die Erweiterung der Kuscheltiersammlung.  

Aufträge:

Claudia Beisemann fertigt Stofftiere auch im Auftrag. Infos unter Tel. 12350. 

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