In Schwerte tobt ein Kampf um Altkleider

Konkurrenz für karitative Organisationen

Ein Kampf um Altkleider tobt in Schwerte. Karitative Organisation finanzieren mit dem Verkauf von Klamotten ihre Sozialprojekte. Doch jetzt macht ihnen unseriöse Konkurrenz zu schaffen. Wir sagen, woran Sie die "richtigen" Container erkennen.

SCHWERTE

, 08.05.2015 / Lesedauer: 2 min

Kampf um Altkleider: Unseriöse Konkurrenz macht den caritativen Organisationen zu schaffen, die mit dem Verkauf von Klamotten von ihre Sozialprojekte finanzieren. Bisweilen werden Container einfach ohne Genehmigung auf irgendeinem Grundstück aufgestellt. 

Kreisweites Kooperationsprojekt

„Da werden wir kein Herr drüber“, klagt Heinz-Dieter Knäpper von der kreiseigenen Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA). Das Unternehmen hatte in einem Kooperationsprojekt vor drei Jahren das Kreisgebiet mit rund 400 einheitlich-grünen Altkleidercontainer bestückt, um den Verkaufserlös gleichmäßig an Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, Paritätischen Wohlfahrtsverband, Diakonie und Caritas aufzuteilen.

Rund 30 der Behälter stehen in der Ruhrstadt. Dazu kommen zumindest rund 15 gelbe Container von Kolping Dortmund, die laut Stadt-Pressesprecher Carsten Morgenthal ebenfalls genehmigt sind. Geleert werden diese vom Dienstleister Dora, der weitere rund 100 Stück über Dortmund verteilt hat.

59.000 Euro für soziale Projekte

Der Erlös kann sich sehen lassen. Allein im vergangenen Jahr – so Dora-Geschäftsführer Lothar Wegmann  - seien 59.000 Euro aus der Kolpingsammlung an soziale Projekte verteilt worden, die von einem Seniorenheim in Brasilien über eine Suppenküche bis zur Ausbildung behinderter Kinder in Indien reichten. 

Gegen die schwarzen Schafe der Branche kennt GWA-Sprecher Andreas Hellmich ein Rezept. „Der Bürger hat eine gewissse Macht“, sagt er: „Wenn er da nichts reinwirft, werden sie wieder abgezogen.“  Ansonsten könnten bei ungenehmigtem Aufstellen von Containern die Stadt oder auch private Grundstücksbesitzer die GWA unter Tel. (02303) 28 41 00  verständigen: „Wir holen die dann ab.“ Wenn der Besitzer sich nicht meldet, würden die Behälter dann später irgendwann verschrottet. 

So erkennen Sie die "richtigen" Container
Die Container der GWA sind grün und eckig. Vorn ist häufig ein großes Ortseingangsschild von Unna abgebildet. Auf der Klappe sind zudem die Logos der Organisationen zu sehen, für die gesammelt wird.
Die Container von Kolping Dortmund sind gelb und rund. Zudem ist groß der Schriftzug Kolping zu sehen.

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