Initiative fordert zweite Gesamtschule für Schwerte

Zeit drängt

Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit will die neu gegründete Initiative für eine zweite Gesamtschule in Schwerte ihr Ziel erreichen. Die Zeit drängt: Damit im Schuljahr 2016/17 die geforderte Schule an den Start gehen könnte, muss der Rat bis Ende Juni entscheiden. Bis dahin muss die Initiative 100 Anmeldungen vorweisen.

SCHWERTE

von Von Hendrik Schulte Zumhülsen

, 17.04.2015 / Lesedauer: 3 min

Da seit dem Wegfall der Eintracht-Hauptschule und der Realschule am Stadtpark die Zahl der weiterführenden Schulen in Schwerte auf vier geschrumpft ist, können nicht mehr alle Kinder wohnortnah versorgt werden. Allein in der Gesamtschule am Gänsewinkel wurden im Schuljahr 2014/15 von 201 angemeldeten Kindern 94 abgewiesen.

Grund genug für Eltern, Lehrer und Vertreter der Politik, sich am Donnerstagabend im Paul-Gerhart-Haus zur Gründung einer Initiative für eine zweite Gesamtschule zusammenzufinden.

60 Interessierte dabei

Wie ein überfüllter Klassenraum wirkte der Gemeindesaal, in dem sich 60 Interessierte trafen. Das Treffen wurde dann in den Kirchsaal verlegt. Initiatorin Sigrid Reihs schilderte die Situation der Schulplätze in der Schwerter Gesamtschule. Sie hatte auch zum Thema eingeladen.

Öffentlichkeitsarbeit ist nach Ansicht von Sigrid Reihs erforderlich, um die Initiative zum Erfolg werden zu lassen. Eltern sollten am Wochenende in der Stadt Unterschriften sammeln und in Infoveranstaltungen der Grundschulen zum Schulübergang für die Initiative werben. Dabei ist die Zeit knapp, wenn das Ziel einer zweiten Gesamtschule zum Schuljahr 2016/17 erreicht werden soll. „Der Rat muss bis Ende Juni eine Gründung beschließen, damit dieses Ziel erreicht werden kann“, sagte Ratsmitglied und Grünenfraktionssprecher Bruno Heinz-Fischer. 100 Anmeldungen sind für dieses Vorhaben nötig.

Siebenzügiger Jahrgang

In der Versammlung zeigte Sigrid Reihs auch auf, was die Alternative zu einer zweiten Gesamtschule sein könnte: Ein siebenzügiger Jahrgang in der Gesamtschule in Schwerte. „Die Qualität der Lehre hängt auch davon ab, nicht in einem Moloch unterzukommen, sondern in einer Schule leben und lernen zu können“, kommentierte sie diese Idee.

Neben der Planung von Aktionen und der Vorstellung der Initiative wurden auch insgesamt vier Listen verteilt. Darauf wurden Mailadressen ausgetauscht, Freiwillige für die Aktionen ermittelt und Unterstützer der Initiative gesucht. Auch ein neunköpfiges Gremium bestehend aus Eltern, Lehrern und Schulexperten wurde gegründet. Es besteht aus: Michaela Schulte-Hostedde, Susanne Oberländer, Martina Bocks (Mütter), Sigrid Reihs, Werner Kerski (Berater für integrierte Schulen), Martina Roßdeutscher (Gesamtschullehrerin), Klaus Kruzinski-Irle (ehemaliger Schulleiter Gesamtschule), Anne Lammert und Jochen Georges (Gesamtschullehrer).

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