Beratungsstelle Schwerte

Jahresbilanz der Verbraucherzentrale Schwerte: Steigender Bedarf durch Corona

Die Verbraucherzentrale in Schwerte feierte ausgerechnet in dem Jahr Jubiläum, als der Beratungsbedarf aufgrund der Pandemie in die Höhe schoss. Nun zieht die Zentrale eine Jahresbilanz.
Hannah Pick ist seit 2020 Leiterin der Beratungsstelle in Schwerte. © Claudia Wortmann, Studio1 Fotografie

Für das Corona-Jahr 2020 vermeldet die Verbraucherzentrale NRW einen weitaus höhreren Beratungsbedarf, zumindest im Vergleich zu den Vorjahren. Im März – als die Corona-Krise Deutschland erreichte – schnellte die Anzahl der Anfragen auch bei der Beratungsstelle in Schwerte in die Höhe.

Die Jahresbilanz der Verbraucherzentrale belegt, dass sich im Jahr 2020 insgesamt 2561 Menschen mit ihrem Anliegen an die Beratungsstelle gewandt haben. Außerdem wurden 1393 Anrufe bei der Hotline verzeichnet. Am gefragtesten waren dabei die Themen Dienstleistung, dicht gefolgt vom Thema Freizeit.

Besonders drängend war in den Pandemie-Zeiten auch die wachsende Internet-Kriminalität. „Immer wieder suchten Verbraucher unseren Rat, die auf unseriöse Angebote oder gezielte Betrugsmaschen im Internet hereingefallen waren und dann mit untergeschobenen Verträgen oder mangelhaften Warenlieferungen zu kämpfen hatten“, sagt Hannah Pick. Sie ist seit Ende 2020 Leiterin der Beratungsstelle in Schwerte und übernahm das Amt von Angelika Weischer.

Firma verlangt fast 15.000 Euro für zwei Bibeln

Als besonders denkwürdigen Fall hebt die Schwerter Beratungsstelle in der Jahresbilanz einen versuchten Betrug hervor. Ein Schwerter wurde von einer Firma aufgefordert, zwei Bibeln im Wert von 14.998 Euro zu bezahlen – ohne sich an einen Kaufabschluss zu erinnern.