Jürgen Klopp ist der Mittelpunkt englischer Medien

Der Messias des Fußball

"The Normal One", "Dream Believer", "Romantic coach" oder auch einfach Jürgen Klopp. Der ehemalige Trainer des BVB ist in wenigen Wochen zu einer Lichtgestalt der englischen Presse geworden und prangt täglich auf den Titelseiten. Der Schwerter Gerald Schulze hat das Geschehen in England zwei Wochen lang beobachtet.

VILLIGST

, 31.10.2015, 07:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jürgen Klopp ist der Mittelpunkt englischer Medien

Gerald Schulze mit englischen Zeitungen in denen Jürgen Klopp groß rauskommt.

Als Fußball-Trainer Jürgen Klopp Mitte Oktober beim englischen Traditionsverein FC Liverpool anheuerte, schlug die Nachricht hierzulande große Wellen. Nicht verwunderlich, hatte der Fußballlehrer doch gut sieben Jahre lang den deutschen Bundesligisten Borussia Dortmund trainiert und zu mehreren Titeln geführt.

Gerald Schulze aus Villigst hat die Zeit der Bekanntgabe in Coventry, einer Industriestadt mitten in England verbracht. Der 70-Jährige war auf Verwandtenbesuch, als er von der Nachricht erfuhr. „Ich bin am englischen Fußball interessiert. Daher habe ich die Berichterstattung in England genauer verfolgt“, sagt er.

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Jürgen Klopp verabschiedet sich von den BVB-Fans

Jürgen Klopp verabschiedet sich nach dem letzten Bundesliga-Spiel der Saison 14/15 von den BVB-Fans.
23.05.2015
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Jürgen Klopp verabschiedet sich von den BVB-Fans.© Foto: dpa
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Jürgen Klopp verabschiedet sich von den BVB-Fans.© Foto: DeFodi
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Jürgen Klopp verabschiedet sich von den BVB-Fans.© Foto: DeFodi
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Jürgen Klopp verabschiedet sich von den BVB-Fans.© Foto: DeFodi
Jürgen Klopp verabschiedet sich von den BVB-Fans.© Foto: DeFodi

Dabei seien ihm einige Eigenarten der englischen Presse aufgefallen. In den zwei Wochen Aufenthalt in Coventry habe er sich verschiedene englische Tageszeitungen gekauft, um zu sehen, wie und in welcher Ausführlichkeit über Klopp berichtet wurde.

„Klopp wird als Lichtgestalt des englischen Fußballs dargestellt, als Messias. In großen Überschriften wird er als Dream Believer bezeichnet. Das ging zwei Wochen so“, sagt Schulze. Dies sei ihm in mehreren Zeitungen aufgefallen. So nennt er die Times, Independant, Daily Mail und den Daily Mirror, die intensiv über das neue Engagement Klopps berichteten.

Schulze glaubt, dass die englische Presse und die Fans von anderen Trainern englischer Klubs wie José Mourinho oder Arsène Wenger die Nase voll haben. „Klopp bringt mit seinem Charisma frisches Blut rein. Die Presse übernimmt sogar deutsche Wörter, verwendet sie Eins-zu-eins“, so Schulze weiter. Besonders ein Wort, das er gelesen hatte, blieb ihm im Gedächtnis – „Gegenpressing“. „Das Wort haben sie als neues Verb benutzt. Verrückt“.

Wortgewandt zeigte sich die Tageszeitung Daily Mail, die Jürgen Klopp ein kleines Gedicht widmete. „Ich habe einen Limerick, also ein Fünfzeiler-Gedicht zu Klopp gefunden“, sagt Schulze. In diesem wurden die Gedanken der Liverpooler Fans zu Klopp festgehalten.

So berichten die Engländer über Jürgen Klopp:

Mittlerweile ist der 70-Jährige wieder in Villigst, seine Zeitungen hat er mitgebracht, einzelne Textpassagen mit einem Textmarker dick unterstrichen. „Auch wenn es sicherlich interessant war, soviel über Klopp zu lesen, halte ich diese Form der Berichterstattung für überzogen. Es gibt genug wichtigere Themen“, sagt Schulze, der normalerweise Sympathisant des FC Schalke 04 ist und jetzt fürchtet, von seinen Schalker Kumpels geneckt zu werden.  

  

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