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Kämmerer verhängt Haushaltssperre für den Kreis

Finanz-Minus

KREIS UNNA Dunkle Wolken ziehen über dem Kreis auf: Denn wird das Minus bei den Finanzen in diesem Jahr „nur“ bei 5,7 Millionen Euro liegen, katapultiert sich die Verschlechterung 2010 auf rund 32 Millionen Euro. Kreiskämmerer Rainer Stratmann hat deshalb eine Haushaltssperre verhängt.

von Von Heinz Ahrens

, 09.10.2009 / Lesedauer: 2 min
Kämmerer verhängt Haushaltssperre für den Kreis

Kreiskämmerer Rainer Stratmann.

Zudem gibt es für die geschätzten 32 Millionen „Miesen“ keine Unterdeckung. Es fehlt an Eigenkapital, mit dem sich der Kreis aus dem finanziellen Tief ziehen könnte. So bleibt nur die Erhöhung der Kreisumlage, um gegen das „Dilemma“ anzugehen.  Laut Kämmerer zündet besonders das Budget „Arbeit und Soziales“ die Kostenexplosion: „Die finanziellen Ausgaben für Unterbringung, Pflege und Grundsicherung belasten allein noch in diesem Jahr den Haushalt mit rund 6,1 Millionen Euro.“

Acht Prozent der Bevölkerung des Kreises – 20 000 Bedarfsgemeinschaften – müssten unterstützt werden. Daneben lassen weniger Steuereinnahmen das „Kreissäckel“ schmaler werden. Nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz wird der Kreis im kommenden Jahr rund 8,9 Millionen Euro weniger einnehmen als noch in diesem Jahr. Gleichzeitig steigen beispielsweise die Zuwendungen an den Landschaftsverband um rund zwei Millionen Euro.

Aus diesem Grund hat Stratmann auch  eine Haushaltssperre verhängt. Bis zum Jahresende soll durch Einsparungen versucht werden, rund zwei Millionen Euro einzusparen. In erster Linie wird dies bei den Sach- und Dienstleistungen wie Gebäudeunterhalt und Straßenbau möglich sein. Maßnahmen aufgrund des Konjunktur-II-Paketes oder Energetik-Maßnahmen seinen davon allerdings nicht betroffen, so der Kämmerer.

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