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Kampf gegen Sparkasse geht weiter - „Ich will mich nicht zum Onlinebanking zwingen lassen“

rnAbschaffung der Serviceterminals

Im September 2021 muss die Sparkasse Schwerte ihre Serviceterminals abschalten. Dafür, dass der Service dann nicht eingestellt wird, sammeln Gabi Weck und Mitstreiter weiter Unterschriften.

Schwerte

, 30.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Eine Birkenpollenallergie hatte Gabi Weck über die Osterferien außer Gefecht gesetzt - ihre Stimme war einfach weg. Jetzt hat sie sich erholt und will ihren Kampf für den Erhalt des Service-Standards bei der Sparkasse in Schwerte weiter fortsetzen. Dabei ist ihre Stimme ihr wichtigstes Werkzeug.

Im April hatte sie für die Rückkehr des Service-Terminals und eines Kontoauszugdruckers in die Filiale in Westhofen innerhalb weniger Tage Hunderte Unterschriften gesammelt. Im Dezember waren die Automaten bei einer Sprengung zerstört worden, bei der Wiedereröffnung der Filiale am 4. April hatte die Sparkasse nur noch einen Geldautomaten aufgestellt. Doch die Unterschriftenaktion zeigte Wirkung und die Sparkasse verkündete, das Serviceterminal vom Markt nach Westhofen zu versetzen und den Geldautomaten zum Ausdrucken der Kontoauszüge zu befähigen.

Fit fürs Onlinebanking

Zugleich teilte die Bank aber auch mit, dass die Serviceterminals im September 2021 abgeschaltet werden müssen, weil sie technisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Für die Windows-7-Geräte gibt es dann keine Updates mehr. Wie es dann weiter geht, kann die Sparkasse noch nicht sagen. „Was immer 2021 auf die heutigen Automaten folgt, soll auch eine Lösung aus einem Guss sein“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ulrich Bartscher im Gespräch mit unserer Redaktion.

Drei Jahre seien in Sachen Technik heutzutage eine lange Zeit. Deshalb müsse man zunächst abwarten, wohin die Reise gehe, bevor man eine langfristige Entscheidung treffe. Die Sparkasse setzt aber darauf, ihre Kunden durch Schulungen fit fürs Online-Banking zu machen.

Kontakt

Informationen und Listen gibt es bei

  • Gabi Weck, gabiweck@yahoo.de, Tel. (02304) 4689743
  • Ute Blase, ute-blase@web.de, Tel. (02304) 43410
  • Elvira Schneider, elviraschneider@gmx.de, Tel. (02304) 74820
Doch dass eben das nicht alle wollen, da ist sich Sparkassen-Kundin Gabi Weck sicher. Rückenwind geben ihr dafür viele Gespräche, die sie seit Anfang April in Schwerte geführt hat. „Es haben Rentner vor mir gestanden mit Tränen in den Augen, weil sie Jahrzehnte lang immer pünktlich die Rate für ihr Eigenheim abbezahlt haben und sich jetzt im Alter allein gelassen fühlen von ihrer Bank“, erzählt sie. „Das lässt mich weiter kämpfen. Ich will mich auch nicht zum Onlinebanking zwingen lassen.“

Mitstreiter in anderen Ortsteilen

Längst hat Gabi Weck Mitstreiter gefunden auch aus anderen Ortsteilen.

Elvira Schneider aus Ergste hatte einst als erste ihren Namen auf Wecks Unterschriftenliste gesetzt, mittlerweile sammelt sie selbst Unterschriften. „In viele Geschäften habe ich schon Listen ausliegen.“ Schließlich würden auch in Ergste viele Ältere leben. „Das ist ein Selbstläufer“ sagt auch Ute Blase von der Schwerterheide, die jetzt mit einsteigt. „Es ist eben für Ältere nicht alles so leicht. Wie oft erlebe ich es, dass ich Senioren selbst das Terminal erkläre. Und ich persönlich habe Sicherheitsbedenken beim Online-Banking.“

Beim Mai-Fest in Westhofen am 1. Mai will Gabi Weck auch während des Politischen Frühschoppens ab 12 Uhr Unterschriften sammeln. Froh wäre sie auch über Unterstützung von Vereinen oder Parteien.

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Zahlen und Fakten

Nutzung der Service-Terminals der Sparkasse

19.000 Girokonten hat die Sparkasse, von denen 53 Prozent Onlinekunden sind. Von 1,1 Millionen Überweisungen im Jahr werden 79 Prozent über Onlinebanking (869.000) abgewickelt, 15 Prozent an den Automaten (165.000) und sechs Prozent (66.000) auf Papier. Quelle: Sparkasse Schwerte
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