Kein Ratsmandat: Bürgermeisterin Dagmar Berg tritt zurück

VILLIGST Seit zehn Jahren ist Dagmar Berg im Rat, seit 2004 stellvertretende Bürgermeisterin – jetzt tritt sie den Rückzug an.

von von Heiko Mühlbauer

, 17.09.2008, 16:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Während Dagmar Berg, die seit 35 Jahren SPD-Mitglied ist, den Rücktritt vom Vorstandsposten als folgerichtigen Schritt sieht, waren die Genossen doch überrascht. „Dass sie keine Lust auf eine Kampfabstimmung hatte, verstehe ich gut“, so Michael Schlabbach, der einstimmig zum zweiten Villigster Kandidaten für den Rat gewählt wurde. Dass sie dann aber gleich komplett hinschmeißt, damit hätte man nicht gerechnet.

Für Dagmar Berg selber war dies aber die einzige logische Konsequenz. „Jene, die für Villigst antreteten, müssen auch sagen, wo es lang geht“, erklärte sie gestern. Lange habe sie überlegt, ob sie noch einmal antreten solle. Letztlich sei die Entscheidung aber richtig gewesen, da der Wahlkampf praktisch vor der Tür stehe und eine klare Linie notwendig sei. Doch auch wenn der Termin für die Kommunalwahl nun im Juni stattfinden soll, endet die aktuelle Wahlperiode erst im Oktober 2009. „Bis dahin werde ich meiner Pflicht mit großer Begeisterung nachgehen“, kündigte Dagmar Berg an.

In naher Zukunft werden die Mitglieder des Ortsvereins aber einen neuen Vorsitzenden wählen müssen. Kommissarisch leiten die beiden Stellvertreter Britta Santehanser und Herbert Hermes die Geschäfte. Letzterer gab gestern eine Pressemitteilung heraus, in der er die Entscheidung von Dagmar Berg bedauerte, aber auch Verständnis für ihre Reaktion zeigte. Als Kandidatin für den Kreistag bestimmten die Villigster Sozialdemokraten ihre bisherige Kreistagsabgeordnete Christina Zubrytzki. Über alle Vorschläge muss noch der Stadtverbandsparteitag beschließen.

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