Keine neuen Schweine für Ergster Hof

Antrag abgelehnt

Bereits im Juli 2014 hatte ein Landwirt einen offiziellen Antrag gestellt, um seinen Schweinemastbetrieb zu vergrößern. Daraus wird jetzt aber nichts - der Bauantrag wurde abgelehnt. Unter anderem, weil der Landbetrieb mit seinem Antrag anscheinend aufwändige Gutachten umgehen wollte.

ERGSTE

, 23.06.2016, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Neubau einer weiteren Schweinemastanlage mit rund 1500 Tieren in Ergste ist vom Tisch. Bereits im April habe die Stadt den Bauantrag abgelehnt, erklärte der städtische Rechtsrat Carsten Morgenthal. „Da bislang kein Widerspruch eingegangen ist, hat unsere Ablehnung Bestandskraft“, betonte er.

Bau als neuen Betrieb für Ehefrau beantragt

Grund für die Ablehnung des Baus, gegen den auch eine Bürgerinitiative mobil gemacht hatte, war die Tatsache, dass der Bauer den neuen Stall nicht als Erweiterung seines Betriebs beantragt hat, sondern als neuen Betrieb für sein Frau. Der Hintergrund: Der Bauernhof besitzt bereits eine Schweinemastanlage für 1230 Schweine. Würde er sie erweitern, müsste er ein Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz einleiten und das Land einschalten.

Vor allem müsste er aber aufwändige Umweltgutachten erstellen lassen. Um das zu umgehen, wurde kurzerhand ein zweiter Betrieb beantragt. Das glaubte aber die Stadt dem Bauern nicht. Laut Stadtplaner Adrian Mork geht man davon aus, dass es sich um einen Familienbetrieb handelt und verweigerte deshalb die Baugenehmigung. 

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