Krankenhaus in Schwerte investiert 6 Millionen Euro

Standort Schützenstraße

Die Operation Modernisierung beginnt: 6 Millionen Euro investiert das Marienkrankenhaus Schwerte in seinen neuen Standort Schützenstraße, den es vor einem Jahr von der Diakonie Mark-Ruhr übernommen hat. Es entstehen komfortable Ein- und Zwei-Bett-Zimmer.

SCHWERTE

, 17.10.2015, 06:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur der alte Name „Evangelisches Krankenhaus“ ist seit der Übernahme verschwunden. „Seit dem Zusammenschluss vor knapp einem Jahr sind die Häuser personell und organisatorisch bereits eng aneinander gerückt“, sagt Geschäftsführer Jürgen Beyer. Gleichzeitig seien die Planungen zur Modernisierung des Standorts Schützenstraße vorangetrieben worden.

Als leuchtendes Zeichen für die Aufbruchstimmung sollen bald die Lichter in der ehemaligen Station 3c im Obergeschoss des Bettenhauses wieder angehen, die seit der Aufgabe der Chirurgie im damaligen Evangelischen Krankenhaus vor fast zehn Jahren stillgelegt worden war.

Sie wird in einen Trakt mit Wahlleistungszimmern umgebaut. „Das Niveau wird ähnlich wie in den Zimmern im Anbau an der Goethestraße sein“, berichtet Detlev Schnitker, Sprecher des Marienkrankenhauses. Dort werden Ein- und Zwei-Bett-Räume angeboten, die in Sachen Komfort den Vergleich mit einem Hotel nicht zu scheuen brauchen.

Spezielle Ausstattung: Zimmer für Demenzkranke

Das Besondere an den neuen Zimmern an der Schützenstraße ist, dass sie speziell gestaltet werden, um auch Patienten aufnehmen zu können, die an Demenz erkrankt sind. „Dafür muss alles klar strukturiert sein“, erklärt Schnitker. Zur leichteren Orientierung werden so beispielsweise hinter den Betten Glaswände mit bekannten Motiven aus dem Ruhrgebiet angebracht, beispielsweise mit dem Dortmunder Florianturm oder der Rohrmeisterei.

Für die neue Nutzung muss die frühere Station 3c komplett entkernt und mit allen Sanitäranlagen komplett neu aufgebaut werden. Um die Lärm- und Staubbelästigung für die Patienten in den unteren Etagen dabei so gering wie möglich zu halten, verzichten die Bauleute auf die sonst übliche Schuttrutsche zum Container. „Die Baufirma wird den Schutt per Autokran durch ein Fenster auf LKW heben“, hat Technikchef Werner Adrian eine andere Lösung gefunden.

Für den Abtransport – und die Anlieferung des Materials – ist eigens eine Baustraße hergerichtet worden, die von den Parkplätzen an der Schützenstraße auf die Westseite der Klinik führt. Auf den Rasenflächen wurde dafür der Mutterboden vorsichtig beiseite geschoben, um anschließend auf einer Vliesmatte eine Schotterschicht aufzubringen. Das gibt die Möglichkeit, das Provisorium später wieder rückstandslos verschwinden zu lassen.

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