Kurz vor der Filialschließung in Schwerte: Sparda-Bank West erhöht Preise und Gebühren

rnÜberweisungen bald teurer

Im Juni schließt die Sparda-Bank ihre Filiale in Schwerte. Kurz vorher – zum 1. April – erhöht sie noch einmal die Preise. Kontoführung und Bankkarten, selbst Überweisungen werden teurer.

Schwerte

, 30.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bereits am 26. Juni soll die Filiale der Sparda-Bank West nach 25 Jahren in Schwerte schließen. Grund dafür ist die geringe Nutzung der Filiale, da viele Kunden ihre Transaktionen mittlerweile per Online-Banking abschließen.

Bald kommen auf die Kunden der Sparda-Bank in Schwerte auch mehrere Preiserhöhungen für Kontoführung und Service hinzu.

Kontoführungsgebühren erhöhen sich

Ab dem 1. April 2020 erhöht die Sparda-Bank West ihre Preise für Girokonten, die Bankcard und Zahlungsaufträge. Angekündigt wurden die Erhöhung der Kontoführungsgebühren im Oktober letzten Jahres. Kunden der Genossenschaftsbank sollen bereits postalisch informiert worden sein.

Die Preisänderungen betreffen die Konto-Modelle „SpardaGiro Online“ und „SpardaGiro Flex“. Wer im Online-Modell künftig keinen Gehalts-, Lohn- oder Renteneingang vorweisen kann, muss mit einer monatlichen Kontoführungsgebühr von drei Euro rechnen.

Für „SpardaGiro Flex“ werden unabhängig vom Zahlungseingang künftig sechs Euro pro Monat fällig. Wer zu einem der beiden Modelle eine optionale Bankkarte möchte, muss noch mal 20 Euro jährlich draufzahlen.

Kosten für Zahlungsaufträge fallen an

Weiterhin ausnahmslos gebührenfrei bleibt das Jugendgirokonto für Schüler, Auszubildende und Studenten zwischen sieben und 28 Jahren - auch inklusive kostenloser Bankkarte.

Zudem fallen in Zukunft Kosten für Zahlungsaufträge in einer Filiale oder am Service-Automaten an. Wer eine Überweisung, Umbuchung oder einen Dauerauftrag durchführt, zahlt pro Auftrag eine Gebühr von fünf Euro.

Sparda-Bank West Vorsitzender Manfred Stevermann erklärt: „Unser Angebot bleibt im Vergleich mit anderen regionalen Filialbanken in unserem Geschäftsgebiet nach wie vor preiswert, transparent und fair.“

Grund liegt in der Niedrig- und Negativzinspolitik

Nach Angaben der Sparda-Bank West liegt der Grund für die Preiserhöhungen in der zuletzt weiter verschärften Niedrig- und Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Diese Politik trifft uns als einlagenstarke Bank ganz besonders“, erklärt Manfred Stevermann.

„Das Zinsgeschäft, früher unsere zentrale Einnahmequelle und zugleich unverzichtbare Basis für die Finanzierung unserer vielfältigen Serviceangebote, ist seit Jahren rückläufig.“

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