LED-Würfel des Blauen Bands leuchten wieder im Bürgersteig. Wie lange hält die Reparatur?

rnBoulevard Bahnhofstraße

Monatelang waren die Lampen kaputt, die bei der Umgestaltung der Bahnhofstraße mit eingepflastert wurden. Drei Stück sind ausgetauscht. Man hofft, die Feuchtigkeitsprobleme zu beseitigen.

Schwerte

, 27.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst blinkten sie im Bürgersteig-Pflaster wie eine Lichtorgel. Dann blieben die bei der Neugestaltung der Bahnhofstraße eingelassenen LED-Würfel monatelang dunkel. Doch seit Ende vergangener Woche strahlen sie endlich wieder, um auf dem Abschnitt zwischen Bahnhofskreuzung und Einmündung Gasstraße als „Blaues Band“ die Verbindung zur Ruhr zu symbolisieren.

Ein Elektrofachbetrieb habe die Anlage durchgemessen und drei der Leuchtsteine, die im Abstand von 1,40 Metern verlegt sind, ausgetauscht, berichtet Andreas Kruse von der für die Straßenunterhaltung zuständigen Stadtentwässerung (SEG). Eine großflächige Baustelle sei nicht nötig gewesen. Es reichte, jeweils einen angrenzenden Pflasterstein mit aufzunehmen, um an die Kabel im Untergrund heranzukommen.

Ersatz schwierig zu beschaffen.

Weitaus schwieriger war es, an Ersatz-Leuchtwürfel heranzukommen. „Wir haben bei dem Lieferanten Druck gemacht“, erklärt Bernhard Druffel, Sprecher der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofstraße, die das Blaue Band mit rund 15.000 Euro finanziert hat. Zehn der LED-Steine habe er bei dem Betrieb im Sauerland bestellt, aber zunächst keine Antwort bekommen. Offensichtlich sollten die Modelle erst ab Februar/März wieder gefertigt werden, wenn die Tiefbauer zum Winterende wieder in ihren Startlöchern stehen: „Aber die haben dann für uns neu produziert.“ Beim Verlegen seien die Verbindungsmuffen mit extra viel Harz ausgegossen worden, damit es keine Feuchtigkeitsprobleme an den Kabeln mehr gibt.

Die waren offenbar für die Störung im Januar verantwortlich. „Wenn Feuchtigkeit eindringt, setzt sie das System außer Kraft“, sagt Kruse. Man müsse jetzt schauen, ob die Reparatur nach dem nächsten Regen auch noch erfolgreich bleibe. „Sonst müssen wir mit der Stadt und der ISG überlegen, wie wir damit umgehen: „Ob wir weiter punktuell alle Fehler suchen oder ganz dran längsgehen“, sagt er.

„Weißes Band“ bleibt dunkel

Gesprächsbedarf gibt es laut Kruse auch noch für das „Weiße Band“ im Bereich der Bushaltestelle am Stadtpark, das immer noch dunkel ist. In diesem Bereich hat die Stadt weiß leuchtende LED-Steine ins Pflaster einsetzen lassen um das Haltebord für sehbehinderte Fahrgäste noch deutlicher zu machen. Sie sind aus demselben Programm wie die blauen Elemente zwischen Reisebüro und Eisdiele, entsprechen in ihren Abmessungen genau der Pflastersteingröße - und sind ebenfalls schon nach kurzer Zeit wieder ausgefallen. Jetzt muss Kruse die Zuständigkeiten zwischen den verschiedenen Firmen klären, die sie geliefert, elektrisch angeschlossen und eingepflastert haben. Dabei sei dann zu entscheiden, wie man beim „Weißen Band“ weiter vorgehe.

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