Letzte Pfeiler der Lennetalbrücke wurden gesprengt

A45 bei Berchum

Die Abbrucharbeiten an der Lennetalbrücke bei Berchum zwischen Schwerte und Hagen sind in vollem Gange. Bis Ende 2019 soll der Neubau der Brücke abgeschlossen sein. Am Sonntagmittag erfolgte die zweite Sprengung zweier Brückenpfeiler. Wir waren mit dabei und haben ein kurzes Video gedreht.

BERCHUM

von Leonie Krzistetzko

, 06.08.2017, 18:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Letzte Pfeiler der Lennetalbrücke wurden gesprengt

Die Staubwolke im Hintergrund zeugt vom planmäßigen Verlauf der Sprengung. Oberleitungen und Gleise blieben unversehrt.

Gegen 14 Uhr kreisten am Sonntag vier Drohnen um das Sperrgebiet rund um die Garbecker Straße, machten Fotos und sicherten das Baufeld ab. Zahlreiche Schaulustige an den Straßenrändern versuchten, mit Kameras die letzte Sprengung im Rahmen des Neubaus der Lennetalbrücke festzuhalten.

Unter ihnen Dana Beuth, die das erste Mal bei einer Sprengung dabei war. Sie hoffte auf ein „Highlight“ von dem sie am Montag berichten könne. Die Sprengung betraf die Pfeiler 19 und 20 der Lennetalbrücke.

Schaulustige spendeten Applaus zur gelungenen Sprengung

Nachdem das Spreng-Signal zum dritten Mal ertönte, sackten die beiden tonnenschweren Pfeiler in sich zusammen. Begleitet wurde die Sprengung vom Applaus der Schaulustigen.

„Die heutige Sprengung war eine größere Herausforderung als beim letzten Mal“, sagte Michael Neumann, Projektleiter der Lennetalbrücke von Straßen NRW. „Beim letzten Mal erfolgte die Sprengung nur im Bereich der Lenne, dieses Mal fand sie im Bereich der Bahngleise der Deutschen Bahn AG statt“, erklärte er.

Fallbetten sicherten die Sprengung ab

Um die Gleisanlagen nicht zu beschädigen, habe man sich für eine Sprengung der Pfeiler entschieden. Wie bei der letzten Sprengung im Juli wurden hierfür Fallbetten errichtet. „Die Gleisanlagen sind sehr empfindlich, wir haben Oberleitungen mit Starkstrom“, erklärte Neumann.

Die Sprengung der Brückenpfeiler verlief erfolgreich. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Wir konnten auch früher als erwartet den Verkehr auf der Autobahn wieder freigeben“, sagte Neumann. Wegen der Sprengung wurde die A 45 zwischen der Anschlussstelle Schwerte-Ergste und dem Autobahnkreuz Hagen gesperrt sowie die Dolomitstraße zwischen Abzweig DHL und Einmündung der Sudfeldstraße. Zu einer Verzögerung im Planungsprozess sei es nicht gekommen.

 

Ein Beitrag geteilt von Ruhr Nachrichten (@rnlive) am 6. Aug 2017 um 8:19 Uhr

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