Lidl statt Rathaus II: Stadt bestätigt Pläne

Grundstück vor Verkauf

Dort, wo heute noch das Rathaus II steht, soll ein großer Lidl-Markt gebaut werden. Der Wirtschaftsausschuss stimmte am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung dem Verkauf des Grundstücks zu. Das bestätigte Kämmerer Peter Schubert auf Anfrage.

SCHWERTE

, 30.04.2015 / Lesedauer: 2 min
Lidl statt Rathaus II: Stadt bestätigt Pläne

Das Rathaus II an der Schützenstraße steht zum Verkauf.

Doch absolut sicher ist der Verkauf nicht. Denn der Käufer, ein Immobilienunternehmen aus Castrop-Rauxel, das für den Discounter tätig ist, hat ein Rücktrittsrecht vereinbar, für den Fall dass bis Ende 2017 keine planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau des neuen Discounters vorliegen. Denn außer der städtischen Immobilie, die über 3928 Quadratmeter Grundstücksfläche verfügt, sollen für den neuen Laden auch Nachbargrundstücke gekauft werden. Nach Auskunft der Verwaltung ist das auch auf einem guten Weg. Die Flächen würden vor allem für Versorgung und Logistik benötigt.

Abbruchkosten übernimmt teilweise die Stadt

Für den Verkauf, wenn er denn zustande kommt, erhält die gebeutelte Stadtkasse rund 500.000 Euro. Allerdings darf der Käufer von dem Preis die Abbruchkosten bis zu einer Höhe von rund 275.000 Euro der Stadt in Rechnung stellen. Und weil sofort nach dem Verkauf abgebrochen werden muss, bleiben die auf jeden Fall an der Stadt hängen. Aus alten Verkaufsüberlegungen heraus, gibt es im städtischen Haushalt jedoch Abschreibungen für den Abriss. Und die wurden damals mit über 400.000 Euro veranschlagt, so dass die Kämmerei sicher ist, kein Minus-Geschäft zu machen.

Geschäft platzte vor drei Jahren

Bereits einmal hatte die Stadt das Grundstück, das schon seit vier Jahren im Angebot ist, verkauft. Und zwar im Jahre 2012 an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Der ließ aber das Geschäft platzen, als klar wurde, dass man für den Bau eines Wohnheims für psychisch Behinderte dort keine Zuschüsse bekommen könnte. Die Frage ist, was mit dem Grundstück des bisherigen Lidl-Marktes an der Schützenstraße passiert. Für einen weiteren Ausbau des Marktes wäre es zu klein. Der Discounter hat dort angeblich einen Mietvertrag, der erst Ende 2017 ausläuft. Diskutiert wird bereits jetzt darüber, diese Fläche der GWG für sozialen Wohnungsbau anzubieten. Denn für einen Verkauf der ehemaligen Fläche des Freizeit-Allwetterbads an die Wohnungsgenossenschaft scheint sich politisch in Schwerte keine Mehrheit zu finden.

 

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