Live-Ticker zum Nachlesen: Die Entwicklungen zum Hochwasser in Schwerte

Unwetter in Schwerte

Die Ruhr in Schwerte ist über die Ufer getreten, der Pegelstand laut Feuerwehr am Freitag wieder gesunken. Die Nacht war ruhig für die Einsatzkräfte. Unser Ticker zum Nachlesen.

Schwerte

, 16.07.2021, 16:58 Uhr / Lesedauer: 4 min

Wir berichteten an dieser Stelle über die Geschehnisse vor Ort und haben diesen Ticker bis einschließlich Freitagnachmittag (16.7.) laufend aktualisiert. Da sich das Wetter wieder bessert, der Pegel wieder sinkt, beenden wir die Berichterstattung an dieser Stelle. Alle weiteren Neuigkeiten lesen Sie weiterhin auf unseren Portalen.

16.56 Uhr:

Auch der Kanu-Verein hatte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag keine Chance, den Wassermassen zu entkommen. Am Freitagnachmittag sah die Lage auf dem Vereinsgelände aber schon wieder deutlich entspannter aus.

13.38 Uhr:

Anwohner in Westhofen schickten einen Eindruck von der Lage am Vogelbeobachtungsgebiet Röllingwiese. Die Beobachtungsstation steht unter Wasser.

Die Beobachtungsstation an der Röllingwiese steht unter Wasser.

Die Beobachtungsstation an der Röllingwiese steht unter Wasser. © Privat

Auch die Tierwelt ist vom Wasser nicht verschont geblieben. Die Störche sind zwar sicher auf ihrer Stange, doch einige Vogelnester seien durch die Fluten weggeschwemmt worden, berichtet ein Anwohner.

Die Störche sitzen sicher auf ihrer Stange, doch einige Vogelnester am Ufer hat es erwischt.

Die Störche sitzen sicher auf ihrer Stange, doch einige Vogelnester am Ufer hat es erwischt. © Privat

13.17 Uhr:

Wann kehrt das Wasser wieder in das Flussbett zurück? Der Ruhrverband gibt eine Einschätzung der Lage und sagt: Das Hochwasser in Schwerte wird noch einige Zeit andauern.

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11.45 Uhr:

Nach dem Dauereinsatz in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat sich die Lage für die Einsatzkräfte der Feuerwehr beruhigt, der Pegelstand sei schon wieder gesunken. Zu dem Einsatz an der Ruhr von Donnerstagabend gibt es nähere Infos.

Freitag (16.7.), 9 Uhr:

Noch am Mittwochabend dachte man, das Unwetter hat Schwerte verschont. Dann stieg der Pegel der Ruhr in wenigen Stunden rasant an und verwandelte das Ruhrtal in eine Seenplatte. Die Ereignisse der vergangenen beiden Tage hat Heiko Mühlbauer für Sie zusammengefasst.

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20 Uhr:

Wir beenden den Ticker an dieser Stelle. Am Freitag (16.7.) werden wir Sie weiterhin über die aktuellen Entwicklungen in Schwerte informieren.

19.22 Uhr:

Liegewiesen, Becken, Technikräume – komplett überschwemmt hat der reißend gewordene Elsebach das Elsebad. Viele Freiwillige packen an beim Aufräumen. Aber die Wiedereröffnung steht in den Sternen.

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17.48 Uhr:

An der Ruhr hat es einen Einsatz der Feuerwehr gegeben. Wie vor Ort zu erfahren war, mussten die Einsatzkräfte offenbar eine Person aus dem Wasser holen. Der Einsatz ereignete sich in der Nähe der Ruhrbrücke in Villigst. Die Person wurde zum Rohrmeisterei-Plateau gebracht. Die Hintergründe und wie es zu dem Einsatz gekommen war, sind bislang unklar.

Im Einsatz waren Malteser, Feuerwehr und Polizei.

16.45 Uhr:

Der Landwirt, dessen Rinder von den Schwerter Feuerwehrleuten gerettet werden sollten, hat seine Tiere inzwischen selbst von der Weide holen können. Das teilt Wilhelm Müller von der Feuerwehr mit.

Inzwischen meldet Müller auch „Landunter“ an den Telefonen, weil sich viele besorgte Bürger bei Feuerwehr und Polizei meldeten. „Wir haben einen Einsatzleitwagen in die Altstadt gestellt und zeigen dort Präsenz. Die Bürgerinnen und Bürger sollen wissen, dass wir sie mit ihren Sorgen nicht allein lassen“, erklärt Wilhelm Müller.

Es habe in der Zwischenzeit keine neuen Einsätze gegeben. Für alle Fälle hat die Feuerwehr jedoch noch mehr Sandsäcke in die Altstadt gebracht.

Sandsäcke am Mittwochabend an der Mühlenstraße. Vorsichtshalber hat die Feuerwehr noch weitere in die Altstadt gebracht.

Sandsäcke am Mittwochabend an der Mühlenstraße. Vorsichtshalber hat die Feuerwehr noch weitere in die Altstadt gebracht. © Vanessa Trinkwald

16.33 Uhr:

Redakteur Marc Fröhling liefert Video-Eindrücke. Stand jetzt soll der Pegel der Ruhr nicht weiter steigen. Die Akutwarnung wurde zurückgenommen.

15.50 Uhr:

Die Akutwarnung für Schwerte, Fröndenberg und Holzwickede mit der Warnstufe „Extreme Gefahr“ wurde zurückgenommen. Um 15.29 Uhr gab die Leitstelle Unna Entwarnung für Orte und die Bereiche unterhalb des Wehrs Wickede-Echthausen an der Ruhr.

Weitere dramatische Überflutungen durch steigende Pegel würden nicht mehr erwartet. Das Wasser an dem Wehr sei kontrolliert abgelassen worden, um den Druck und damit eine drohende Überlastung zu reduzieren.

14.20 Uhr:

Die Stadt Schwerte hat einen Krisenstab gebildet und kündig eine Pressemitteilung für den Nachmittag zu den Vorsichtsmaßnahmen an.

13.38 Uhr:

Um 13.38 Uhr blinkte die Meldung auf. Sie gilt für Fröndenberg, Schwerte und Holzwickede. Der Hintergrund: Das Stauwehr in Wickede-Echthausen droht zu brechen. Deshalb müsse es geöffnet werden. Damit fließen aber auch große Wassermassen in die ohnehin schon weit über die Ufer getretene Ruhr. Es bestehe akute Überschwemmungsgefahr.

Der Katastrophenschutz ordnet an: Der Bereich um die Ruhr müsse auf jeden Fall weiträumig geräumt werden.

13.21 Uhr:

Nach dem Hochwasser im November 2010, das nach Angaben des Elsebads die gesamte elektrotechnische Anlage zerstörte, die man mit über 60.000 Euro Spenden aus der Bevölkerung neu wieder aufbauen konnte, ist das Wasser im Elsebad am Mittwoch noch erheblich höher gestiegen. Beide Becken waren komplett in den braunen Fluten verschwunden.

Die braunen Fluten im Elsebad.

Die braunen Fluten im Elsebad. © Elsebad

Vorläufig bleibt das Elsebad geschlossen. Gleichzeitig sind schon viele

Hilfsangebote eingegangen. „Das Heidebad in Iserlohn lädt alle Elsebad-Jahreskarteninhaber zum kostenlosen Besuch ein, bis wir wieder öffnen können“, so Thomas Wild.

13.07 Uhr:

Die Möhne-Talsperre droht überzulaufen, das bedeutet noch mehr Wasser in der Ruhr. Anwohner in Schwerte äußerten bereits ihre Sorgen. Dass Schwerte die nächste Flutwelle droht, sei jedoch unwahrscheinlich, heißt es.

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13 Uhr:

Landwirt Bernd Schulte vom Haus Rutenborn hatte bereits am Mittwochnachmittag knapp 70 seiner Rinder von den tiefer gelegenen Weiden in Sicherheit gebracht. „Die Feuerwehr hatte uns gegen 17.30 informiert, dass die Pegel steigen“, erzählt er. „Zum Glück hören die Tiere auf meinen Pfiff“, fügt er dann hinzu.

Am Donnerstag habe er die Tiere auf eine höher gelegene Weide gebracht. Insgesamt, erzählt Schulte, seien bei ihm innerhalb einer Nacht 75 Liter Regen pro Quadratmeter heruntergekommen. Die Nachbarn in der näheren Umgebung hätten teilweise mit Wasser in den Ställen zu kämpfen. Bernd Schulte sagt: „Was man in den Nachrichten gerade sieht, ist wirklich erschreckend.“

Sorgen macht er sich auch um seine Ernte: „Auf einigen Feldern hatten wir gerade erst angefangen. Das wird noch Probleme geben: Jetzt auf den aufgeweichten Acker zu fahren, wird nicht so leicht.“

12.51 Uhr:

Der Kleingärtnerverein „amsel“ e.V Schwerte, hier steht man aktuell knöcheltief im Wasser.

Der Kleingärtnerverein „amsel“ e.V Schwerte.

Der Kleingärtnerverein „amsel“ e.V Schwerte. © Reinhard Schmitz

12.17 Uhr:

Die Aufräumarbeiten im Elsebad laufen. Das Bad in Ergste hat es am Mittwochabend besonders hart getroffen.

Das Elsebad am Tag nach dem Starkregen.

Das Elsebad am Tag nach dem Starkregen. © Reinhard Schmitz

11.55 Uhr:

NRW-Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60) besucht nach Altena im Märkischen Kreis am Donnerstag auch Hagen. Wir sind live vor Ort.

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11.17 Uhr:

Aktuell sind Einsatzkräfte der Feuerwehr unterwegs, um 18 Rinder von einer Weide in Westhofen hinunterzuführen. Dort ist der Pegelstand der Ruhr ebenfalls sehr hoch.

11.15 Uhr:

Der Pegel der Ruhr ist zwar massiv angestiegen, sei aber seit 2 Uhr in der Nacht konstant. Das teilt Feuerwehrleiter Wilhelm Müller am Donnerstagvormittag mit. Am späten Mittwochnachmittag, gegen 17.30 Uhr, sei der Pegel schlagartig angestiegen. Zuvor hatte der Feuerwehrleiter keinen einzigen Einsatz verzeichnet. „Sowas habe ich noch nie erlebt“, erzählt Wilhelm Müller.

In den Ruhrwiesen trat am frühen Mittwochabend der Hochwasser-Alarm-Plan der Feuerwehr in Kraft. „Wir haben sämtliche Pächter benachrichtigt, die in den Wiesen ihre Tiere halten“, so Müller. „Am Abend haben wir außerdem um 21.30 die Straße zum Wellenbad gesperrt.“ Dort war die Ruhr über die Ufer gegangen.

10.53 Uhr:

Die Altstadt in Schwerte hat wohl Glück gehabt, hier hat man sich bereits am Mittwoch mit Sandsäcken eingedeckt, um die Haustüren zu sichern. Seit Mittwochabend sind hier Wasserpumpen im Einsatz. Offensichtlich, so heißt es, ist hier nicht mehr passiert.

Der Wasserpegel im Bereich der Mühlenstraße sei ebenfalls wieder konstant, so der Feuerwehrleiter.

10 Uhr:

Die Ruhr in Wandhofen. Der Pegel ist extrem angestiegen.

Die Ruhr in Wandhofen.

Die Ruhr in Wandhofen. © Heiko Mühlbauer

Und auch der Kleingarten unterhalb der Rohrmeisterei ist von den Wassermassen verschluckt worden.

Der Kleingarten unterhalb der Rohrmeisterei am Donnerstagmorgen.

Der Kleingarten unterhalb der Rohrmeisterei am Donnerstagmorgen. © Heiko Mühlbauer

9.30 Uhr:

Das Elsebad ist komplett übergelaufen, wie Fotos auf der Facebookseite des Elsebads zeigen.

Donnerstag (15.7.) 9 Uhr:

Die Unwetterwarnung vor extremem Dauerregen ist für Schwerte mittlerweile aufgehoben. Doch das Ausmaß ist erst jetzt erkennbar. Nachdem die Feuerwehr bis Mittwochnachmittag (14.7.) keinen einzigen Einsatz gemeldet hatte, ist sie seit dem frühen Abend im Dauereinsatz.

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