Männer schlagen im Zug auf Schwerter Familie ein

In der RB53

Dramatischer und brutaler Zwischenfall: Während eine Familie aus Schwerte am Samstag im Zug nach Dortmund saß, kam es zu einer Auseinandersetzung, die plötzlich eskalierte. Mehrere Männer belästigten erst die kleinen Töchter und schlugen dann auf den Vater, die Mutter und den 13-jährigen Sohn ein.

SCHWERTE/DORTMUND

, 10.04.2017, 12:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gegen 16.30 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei am Samstagnachmittag im Hauptbahnhof Dortmund zur dort einfahrenden RB 53 aus Schwerte gerufen.

Nach Aussage des Familienvaters (39) hatten Unbekannte wenige Minuten zuvor ihn und seinen Sohn niedergeschlagen. Bevor es zu dieser Eskalation kam, hatte der 39-Jährige die Männer nach eigener Aussage zur Rede gestellt: Sie sollen versucht haben, sich seine beiden Töchter auf den Schoß zu setzen. Beide Mädchen befinden sich im Kindessalter.

Die Männer reagierten äußerst brutal darauf, dass der Familienvater sie ansprach: „Daraufhin schlugen diese unvermittelt auf ihn ein“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundespolizei.

Auf am Boden liegendes Opfer eingetreten

Sogar als der Mann aus Schwerte am Boden lag, sollen die Männer weiter auf ihn eingetreten haben, erklärt die Polizei weiter. „Der Geschädigte hat definitiv zwei Personen ausgemacht, die auf ihn eingeschlagen haben“, sagte Hendric Bagert von der Bundespolizeiinspektion Dortmund am Montag auf Anfrage.

Als sein 13-jähriger Sohn und seine Frau sich schützend vor den Mann stellten, wurden auch diese verletzt. Laut Polizei flüchteten die Täter am Haltepunkt Signal Iduna Park. Bisher blieben sie unbekannt. Der Familienvater trug eine Platzwunde an der Nase, der Lippe und Verletzungen am Ohr und der Schläfe davon.

Polizei wertet Videoaufnahmen aus dem Zug aus

Die Bundespolizei wertet derzeit die Videoaufnahmen in der RB53 aus und leitete ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. „Wenn die Täter auf den Aufnahmen zu erkennen sind, werden wir versuchen, eine öffentliche Fahndung durch einen Richter zu erwirken“, erklärte Bagert weiter.

Bis dahin bliebe es eine Fahndung gegen Unbekannt. Weder zur Nationalität der Familie noch der Täter konnte die Polizei am Montagnachmittag Angaben machen, wie ein Sprecher auf Anfrage berichtete.

So entwickelte sich der Fall weiter:

 

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