Menschenkette umrundete Rathaus zum Schutz gegen rechtes Gedankengut

rnKommunalwahl 2020

Am Samstag, kurz vor der Kommunalwahl, gab es eine spontan organisierte Aktion gegen Rechts. Schwerter Bürger versuchten symbolisch, den Einzug der AfD in den Rat zu verhindern.

Schwerte

, 15.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nur wenige Tage Vorlauf hatte die Aktion, die auf einer Idee des Schwerter Künstlers Jörg Rost basiert und die vom Bündnis gegen Rechts kurzfristig organisiert wurde.

Die Idee: Menschen sollten eine Kette rund ums Rathaus bilden und weil sie gegen Rechts demonstrieren, linksrum umrunden. Mit Rücksicht auf die Corona-Beschränkungen hielten sich die Menschen nicht an den Händen, sondern spannten zwischen sich Seile.

Eine genaue Teilnehmerzahl konnte Nele Blase vom Bündnis gegen Rechts nicht nennen, doch es waren genug, um den Ring um das Rathaus zu schließen. Auf Kommando setzte sich die Menschenkette in Bewegung und umrundete das Rathaus einmal, linksherum.

Zufrieden auch ohne direkten Erfolg

Einen direkten Erfolg hatte die Aktion nicht: Die AfD wird im kommenden Rat eine Fraktion im Rat stellen. Trotzdem war das Bündnis gegen Rechts nicht unzufrieden: „In Schwerte gab es eine gute Wahlbeteiligung“, sagt Nele Blase. „Das lag vielleicht auch an unseren Aktionen vor der Wahl.“

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Das Bündnis gegen Rechts hatte unter anderem einen Flyer gegen die AfD verbreitet. Und weitere Aktion gegen rechtes Gedankengut sind bereits in Planung. Ohne ins Detail zu gehen, berichtet Nele Blase, dass das Bündnis gegen Rechts zur ersten Sitzung des neuen Rates und zum 9. November Aktionen machen wird.

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