Missbrauch an Schule: Keine Haft für 19-Jährigen

Fall an Dortmunder Grundschule

Der 19-jährige Mann aus Schwerte, der im Januar 2015 an einer Dortmunder Grundschule ein Mädchen missbraucht hat, muss nicht ins Gefängnis und auch nicht unbefristet in die geschlossene Psychiatrie. Das Urteil des Hagener Landgerichts zielt in eine andere Richtung.

SCHWERTE

21.01.2016, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Richter waren am Mittwoch davon überzeugt, dass es für den psychisch schwer kranken jungen Mann besser ist, seine bisherige Behandlung in einer therapeutischen Einrichtung bei Paderborn fortzusetzen. Sollte er diese jedoch abbrechen, müsste er sofort mit seiner Zwangs-Einweisung in eine geschlossene Klinik rechnen.

Vor einem Jahr hatten zwei Frauen den Angeklagten dabei beobachtet, wie er hinter einer Dortmunder Grundschule ein Mädchen missbrauchte. Das Kind soll er kurz zuvor am Sandkasten angesprochen haben. Die Zeuginnen schlugen den Täter in die Flucht, machten aber kurz zuvor noch ein Foto mit einem Handy.

Die Aufnahme half der Polizei bei der Fahndung. Keine zwei Stunden nach dem Vorfall konnte der Mann aus Schwerte festgenommen werden. Die Verhandlung vor der Jugendkammer des Hagener Landgerichts fand komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Grund waren die „zahlreichen psychischen Störungen“ des Mannes, wie das Gericht am Mittwoch erklärte.

So hatten wir über den Prozessauftakt berichtet

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