Missionar in Brasilien: Pater Beda ist tot

Engagierter Franziskaner-Mönch

Pater Beda ist tot. Der Franziskaner-Mönch und Gründer vieler Hilfsprojekte in Brasilien starb am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren. Wir blicken auf seine Arbeit und sein Engagement für die Menschen zurück.

SCHWERTE

, 17.08.2015 / Lesedauer: 2 min
Missionar in Brasilien: Pater Beda ist tot

Pater Beda engagierte sich auch für Hilfsprojekte in Brasilien.

Pater Beda wurde an Heiligabend 1934 in Opherdicke geboren und auf den Namen Linus Vickermann getauft. Schon als Messdiener träumte er davon, Missionar zu werden, ließ sich jedoch zunächst zum Gärtner ausbilden.

"In Deutschland geboren, in Brasilien zu Hause"

1956 trat er in den Franziskanerorden ein, der ihn nach Brasilien schickte. Das Land wurde seine zweite Heimat. In Rio de Janeiro studierte er Theologie und Philosophie. 1962 erhielt er in Salvador die Priesterweihe. „In Deutschland bin ich geboren, in Brasilien bin ich zu Hause“, so der Erfinder der Altpapiersammlungen für die Missionsarbeit.

Denn zurück in Deutschland begann ein sein segensreiches Schaffen für die Ärmsten in Brasilien. Durch den Erlös von Altpapiersammlungen kämpfte er gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit. Mindestens einmal im Jahr verließ er das Kloster Bardel in Bad Bentheim, um seine Projekte in Brasilien selbst zu besuchen.

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Zum Tod von Pater Beda: Ein Rückblick

Pater Beda ist tot. Der Franziskaner-Mönch und Gründer unzähliger Hilfsprojekte in Brasilien starb am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren. Wir blicken auf seine Arbeit und sein Engagement für die Menschen zurück.
17.08.2015
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Im Alter von 80 Jahren ist Pater Beda nach langer Krankheit gestorben.© Foto: RN-Archiv
Seine Brüder Bernhard (l.) und Lambert (2.v.l.) ministrierten Pater Beda bei der Dankesmesse in der Klosterkirche Bardel.© Foto: Privat
Pater Beda in Brasilien. Eine private Aufnahme.© Foto: Privat
Pater Beda präsentiert ein tolles Spendenergebnis und freut sich.© Foto: Neubauer
Seit 1956 trug Pater Beda das Ordenskleid der Franziskaner.© Foto: Reinhard Schmitz
Pater Beda ohne Ordenskleid: In Arbeitskleidung packt er bei den Altpapiersammlungen kräftig mit an.© Reproduktion: Schmitz
Ein seltenes Bild: Pater Beda mit Anzug und Krawatte statt im Ordenskleid der Franziskaner.© Reproduktion: Schmitz
Ein Bild aus Kindertagen: Bernhard Vickermann (l.) mit seinem jüngeren Bruder Linus, dem späteren Pater Beda.© Reproduktion: Schmitz
Linus Vickermann (l.), der spätere Pater Beda, bei der Erstkommunion mit seinem älteren Bruder Bernhard Vickermann.© Reproduktion: Schmitz
Pater Beda nach seiner Einkleidung im Kloster Bardel mit seinen Eltern Bernhard und Anna Vickermann.© Reproduktion: Schmitz
Bei einem der Jugendtreffen auf dem legendären Vickermanns Hof in der Unterdorfstraße, den Bruder Bernhard von 1965 bis Mitte der 80er Jahre bewirtschaftete, hielt Pater Beda einen Freiluft-Gottesdienst.© Reproduktion: Schmitz
Pater Beda bei der Priesterweihe.© Foto: privat
Hier sieht man ihn bei einer Altpapier-Sammlung für Hilfsprojekte in Brasilien.© Foto: Reinhard Schmitz
Prägend für den jungen Pater Beda war die Begegnung mit Erzbischof Dom Helder Camara, dem profiliertesten Vertreter der Befreiungstheologie.© Foto: Reinhard Schmitz
Zusammen mit Pfarrer Riepe.© Foto: RN-Archiv
Pater Beda engagierte sich auch für Hilfsprojekte in Brasilien.© Foto: Aktionskreis Pater Beda
Pater Beda in Brasilien.© Foto: Aktionskreis Pater Beda
Pater Beda in Brasilien.© Foto: Aktionskreis Pater Beda
Pater Beda in Brasilien.© Foto: Aktionskreis Pater Beda
Pater Beda in Brasilien.© Foto: Bernd Paulitschke
Pater Beda in Brasilien.© Foto: Bernd Paulitschke
Pater Beda war gerne unter Kindern - so wie hier beim Pfingstival 2012.© Foto: Schulze-Berndt
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Große Begeisterungsfähigkeit

„Durch seine Begeisterungsfähigkeit hat er schnell aus allen gesellschaftlichen Bereichen Menschen für die Brasilienhilfe gewinnen können“, heißt es in der Trauermitteilung des Aktionskreises Pater Beda für Entwicklungsarbeit und der Franziskaner von Bardel. „Als Brot für viele Menschen hat Pater Beda das Christsein glaubhaft vorgelebt.“

26 Dörfer wurden von Pater Beda gegründet, in denen Bauern ein Stück Land zur Selbstversorgung erhielten. Mittlerweile helfen in ganz Deutschland Aktionskreise mit, um mit Altmaterialsammlungen zu helfen. Vor allem in vielen Orten in Westfalen. Im Castrop-Rauxeler Stadtteil Henrichenburg, den Pater Beda noch Anfang 2015 besucht hatte, ebenso wie in Ahaus und Vreden im Münsterland und an vielen anderen Orten.

Der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung ist am Samstag, 22. August, um 11 Uhr in der Klosterkirche in Bad Bentheim.

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