Mit den Sternheims endet Geschichte der Ergster Juden

Serie "Was Häuser erzählen"

Die Spuren der Zeit haben sich eingegraben in die Kellertüren des Fachwerkhauses Kirchhofsweg 10. Trat schon der jüdische Metzger Leopold Sternheim (1882 bis 1942?) über die Schwelle?

SCHWERTE

24.07.2014, 12:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit den Sternheims endet Geschichte der Ergster Juden

In dem Fachwerkhaus am Ende des Kirchhofwegs in Ergste befand sich früher eine jüdische Schlachterei.

Nur der jüngsten Tochter Paula (1893 bis 1980) glückte 1938 mit Ehemann Max Oppenheimer und ihren vier Kindern die Flucht nach Argentinien, wo ihre Nachkommen in Mendoza und Buenos Aires leben. Ihr Bruder Leopold hatte 1912 die Schwester von Max Oppenheimer geheiratet und mit Emma Oppenheimer (1890 bis 1942?) die drei Kinder Hans, Edith und Ursula. Er war 1909 Mitbegründer der Feuerwehr Ergste und Soldat im Ersten Weltkrieg. Das verhinderte nicht, dass er mit Frau und den Kindern Hans und Ursula 1942 aus Ergste abgeholt wurde und wie Tochter Ursula verschollen ist. Da gleichzeitig vier seiner Cousinen Sternheim von der Unterdorfstraße deportiert und ermordet wurden, endet mit dem 29. Juli 1942 die fast 200-jährige Geschichte der Sternheims in Ergste. Auf dem jüdischen Teil des Friedhofs am Sembergweg stehen noch 13 Grabsteine, fünf davon mit dem Namen Sternheim.“

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