Mit der Gitarre durch Spanien und Südamerika

Sommerkonzert

SCHWERTE Mit viel Fingerfertigkeit beeindruckte Gitarrist Artyom Dervoed am Sonntag beim Sommerkonzert in "Haus Ruhr" die Zuschauerreihen. In einem zweistündigen Solokonzert spielte der aus Russland stammende Musiker Gitarrenstücke aus Spanien und Lateinamerika.

von Von Carolin Höher

, 20.07.2009, 14:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gitarrist Artyom Dervoed versank ganz in seinem Spiel.

Gitarrist Artyom Dervoed versank ganz in seinem Spiel.

In der ersten Hälfte des Konzerts nahm der 28 jährige die Zuhörer mit Stücken von Dyonisio Aguado, Federico Moreno Torroba und Joaquin Rodrigo aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit auf eine Reise durch Spanien. Mit Moreno Torrobas "six movements" aus den "Castles of Spain" ging es melodisch zu den alten Schlössern der iberischen Halbinsel. Von typischer spanischer Gitarrenmusik ging es in der zweiten Hälfte des Konzerts nach Südamerika. Vier der "zwölf Studien" des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos aus dem frühen 20. Jahrhundert folgten "Sonata" aus dem Jahr 1990 und sechs Studien aus den "Estudios Sencillos" vom kubanischen Gitarristen und Komponisten Juan Leovigildo "Leo" Brouwer.

Die Gitarrenstücke, die Artyom Dervoed für diesen Abend auswählte, sind mal schnell und dramatisch, mal zart und leise. Während des Spiels schien der Musiker ganz in seinen Klängen zu versinken, nicht nur Finger sondern sein ganzer Körper bewegte sich im Takt. Mit den markanten Melodien überraschte er vor allem Neulinge der klassischen Gitarrenmusik. Bereits in der Pause staunten viele Zuhörer, wie raffiniert "klassisch" das beliebte Zupfinstrument klingen kann. Das zeigte sich auch am Ende des Konzerts. Erst nach einer Zugabe und begeistertem Applaus ließ das Publikum den Künstler gehen.

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