Motorradfahrer aus Herne prallt gegen Absperrtafel auf der Ruhrtalbrücke in Schwerte

Autobahn 45 gesperrt

Die Ursache für den Unfall, der sich gegen 13.20 Uhr aus der A 45 in Fahrtrichtung Frankfurt ereignete, ist noch ungeklärt. Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt in eine Klinik geflogen.

Ergste

, 13.05.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der Ruhrtalbrücke der A45, wenige Hundert Meter vor der Abfahrt Ergste, prallte der Motorradfahrer mit einem Verkehrssicherungsanhänger zusammen.

Auf der Ruhrtalbrücke der A45, wenige Hundert Meter vor der Abfahrt Ergste, prallte der Motorradfahrer mit einem Verkehrssicherungsanhänger zusammen. © Alex Talash

Oben ein Aufsatz mit orangenen Blinkleuchten, darunter ein überdimensionales blaues Verkehrsschild mit dem Pfeil nach rechts. Von weitem erkennbar hätte die fahrbare Absperrtafel auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn 45 normalerweise sein müssen. Warum ein 25-jähriger Motorradfahrer auf der Brücke, die kurz vor der Abfahrt Ergste das Ruhrtal überspannt, trotzdem am Montag mit dem Gerät kollidierte, konnte die Polizei Dortmund noch nicht sagen. „Aus ungeklärter Ursache“ - so eine Polizei-Pressesprecherin - sei der Mann aus Herne gegen 13.20 Uhr gegen den Anhänger gefahren, den die Beamten umgangssprachlich „Scheunentor“ nennen. Vermutlich habe er das Hindernis zu spät gesehen, so die Sprecherin. Der Fahrer sei bei dem Unfall schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Er hatte vor dem Alleinunfall noch zu bremsen versucht.

Rettungshubschrauber angefordert

Für den Transport des Mannes in eine Klinik wurde der Rettungshubschrauber „Christoph Dortmund“ angefordert, für dessen Landung die Autobahn in Richtung Frankfurt kurzzeitig voll gesperrt werden musste. Ab 14.16 Uhr wurde der Verkehr für die Zeit der Unfallaufnahme dann einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Um 15.57 Uhr waren schließlich alle Fahrspuren wieder frei.

Ausgelaufenes Öl hatte die Schwerter Feuerwehr abgestreut, die mit einem Fahrzeug der Hauptamtlichen Wache, Rettungswagen und Notarzt herbeigeeilt war. Weil die Unfallstelle direkt neben der Mittelleitplanke lag, wurde außerdem mithilfe der Straßenmeisterei ein Sichtschutz aus Tüchern zur Gegenfahrbahn aufgebaut. „Danach sind die Autos auch ohne Hupen vorbeigefahren“, sagte ein Feuerwehrmann. Vorher hätten immer wieder Fahrer auf das Signalhorn gedrückt, weil Gaffer vor ihnen den Verkehrsfluss bremsten.

Keine Absperrtafel der Autobahn-Meisterei

Nicht zu klären war, welche Arbeiten die fahrbare Absperrtafel an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt sichern sollte. „Die Autobahn-Meisterei war es nicht“, erklärte Markus Miglietti, Sprecher der Autobahn-Niederlassung Hamm des Landesbetriebs Straßen NRW, auf Rückfrage. Er könne nur vermuten, dass das in den tragischen Unfall verwickelte Gerät im Zuge der Baumaßnahme für die Lennetalbrücke eingesetzt gewesen sein könnte.

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