Nach brutalem Überfall in Schwerte: Prozess beginnt

Messerattacke

Zwei Jugendliche laufen nachts die Ostberger Straße einem Mann über den Weg, zücken ein Messer, schlagen ihn zu Boden und stechen ihm mit dem Messer teils bis in die Schädelhöhle. Am Dienstag, 25. Juli, beginnt der Prozess zu dem brutalen Raubüberfall, der im Januar in Schwerte für Entsetzen gesorgt hatte.

SCHWERTE

, 21.07.2017 / Lesedauer: 2 min
Nach brutalem Überfall in Schwerte: Prozess beginnt

Mit dem Hubschrauber suchte die Polizei am Dienstagabend in Geisecke nach dem Unfallfahrer.

Versuchter Mord und besonders schweren Raub wirft die Staatsanwaltschaft zwei Jugendlichen vor, die am 28. Januar nachts auf der Ostberger Straße einen 36-jährigen Mann überfallen und mit einem Messer schwer verletzt hatten.

Am Dienstag, 25. Juli, beginnt der Prozess gegen die beiden vor der Jugendkammer des Hagener Landgerichts. Verhandelt wird allerdings wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten hinter verschlossenen Türen.

Opfer zufällig ausgewählt

Die Staatsanwaltschaft schildert die Vorgänge des 28. Januars folgendermaßen: Bereits Anfang des Jahres hätten die beiden Jugendlichen den Entschluss gefasst, irgendjemanden zu überfallen und auszurauben. Auf ihr Opfer seien sie eher zufällig getroffen. Sie traten von hinten an den Mann, der seine Bassgitarre trug, drückten ihm ein Messer in die Seite und verlangten das Handy.

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Als der Mann entgegnete, dazu müsse er den Tragriemen der Gitarre ablegen, schlug ihn einer der beiden Jugendlichen zu Boden und trat ihm in Gesicht. Der Mann habe dabei einen Nasenbeinbruch erlitten. Als er am Boden lag, soll der Geschädigte dann massiv mit dem Messer attackiert worden sein.

Im Verlaufe des Überfalls erlitt der Mann einen Stich in die Schläfe, der bis in die Schädelhöhle ging, einen Stich in den Rücken, der bis in die Brusthöhle reichte und einen Stich ins Nierenbecken. Insgesamt diagnostizierten die Ärzte zwölf weitere oberflächliche Stich- und Schnittverletzungen.

Verhaftung eine Woche später

Die Täter waren mit dem Mobiltelefon, der Geldbörse und der Bassgitarre geflohen. Eine Woche später hatte die Polizei die beiden damals 16-Jährigen Tatverdächtigen bereits gefasst. Einer von ihnen muss sich vor Gericht auch noch wegen eines Einbruchs in ein Vereinsheim in Hamm verantworten.

Die Richter haben bislang sechs Verhandlungstage anberaumt.

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