Mit einer gesünderen Ernährung nach dem Heilfasten kann man dem Körper etwas Gutes tun (Symbolfoto). © picture alliance / dpa
Heilfasten

Nach dem Heilfasten: So klappt es mit einer gesünderen Ernährung

Der Selbstversuch von Redakteurin Carolin West ist beendet. Diesmal erklärt sie, wie man Heilfasten als Start in eine gesunde Ernährung nutzen kann – und nicht in alte Gewohnheiten verfällt.

Das Heilfasten nach Buchinger setzt den Körper auf Null. Diesen Zustand kann man – unabhängig davon wie lange man gefastet hat – als Startpunkt für eine gesündere Ernährung nutzen. Denn nach der Fastenkur muss sich der Körper ohnehin erst langsam wieder an feste Nahrung gewöhnen.

Für das Fastenbrechen beispielsweise empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einen Apfel und einen Teller Kartoffelsuppe. In den Tagen danach soll die Kalorienzufuhr zunächst auf etwa 1.000, dann auf 1.200 und schließlich auf 1.600 Kalorien erhöht werden. Wer es ganz genau wissen möchte, kann seine Mahlzeiten in Kalorienzähler-Apps eingeben.

Diese können dann auch weiter genutzt werden, um das eigene Kaloriendefizit beziehungsweise den Tagesbedarf zu berechnen, mit dem die Kilos (weiter) purzeln. Denn das Heilfasten selbst ist nicht zum Abnehmen, sondern zur inneren Reinigung gedacht. Während der Fastenzeit verliert der Körper überwiegend Wasser. Gleichzeitig bekommt er durch die hohe Flüssigkeitsaufnahme und den fast vollständigen Zucker-Verzicht einen Stoffwechsel-Boost.

Lieblingsgerichte in den Ernährungsplan einbauen

Den zu nutzen lohnt sich. Zumal es nach einer gewissen Zeit ohne feste Nahrung oft deutlich leichter fällt, weniger beziehungsweise bewusster zu essen. Daher ist es sinnvoll, sich bereits vor der Fastenkur mit dem Thema rund um die gesunde Ernährung auseinanderzusetzen und sich entweder selbst einen Plan zu erstellen oder ein Ernährungsprogramm zu verwenden.

Doch natürlich lechzt man auch nach Lieblings-Gerichten oder -Lebensmitteln, die man während der Fastenzeit auf der Zunge hatte, aber nicht tatsächlich essen durfte – alles eine Kopfsache. Und damit niemand das Abnehm-Vorhaben direkt wieder über den Haufen wirft, ist es ebenso sinnvoll, Lieblingsgerichte in den Ernährungsplan zu integrieren.

Denn wer abnehmen möchte, muss nicht auf alles verzichten. Es geht lediglich darum, Kalorienbomben und ungesunde Lebensmittel in Maßen zu essen. Um das besser im Blick zu behalten, sind Kalorienzähler-Apps oder Ernährungsprogramme wie WW (ehemals Weight Watchers) hilfreich.

Sie zeigen, wie viele Kalorien oder Smart Points (WW zählt in Punkten, die auch Zucker, gesättigte Fettsäuren und den Eiweißgehalt berücksichtigen) Lebensmittel und Gerichte haben – dann darf es auch mal eine Currywurst mit Pommes sein, solange der berechnete Kalorienbedarf im Rahmen bleibt.

Kopf füttern, Waage lieben lernen

Wer den Kopf „füttert“, indem er auch mal ungesündere Mahlzeiten und Snacks isst, sich aber allgemein gesünder ernährt, lernt auch die Waage wieder lieben. Und noch viel wichtiger: das eigene Spiegelbild und Wohlbefinden. Denn es sollte nicht die Zahl auf der Waage sein, die uns antreibt.

Oft verändert diese sich kaum, weil beispielsweise gleichzeitig Fett ab- und Muskeln aufgebaut wurden. Positive Veränderungen können meist leichter mit einem Blick in den Spiegel, Jeans, die wieder besser passen, oder einem guten, fitten Gefühl gemessen werden.

Und ganz davon abgesehen: Heilfasten geht natürlich auch ohne Ernährungsumstellung im Nachgang. Aber wer ohnehin etwas verändern wollte, kann die Fastenkur dafür nutzen.

Über die Autorin
Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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Carolin West