NASA-Wettbewerb: Schwerter Astronom unter den Top Ten

SCHWERTE Die NASA suchte einen Namen für ein neues Teleskop. Lars Depka aus Schwerte schlug "Vision" vor - und kam damit ziemlich gut an.

von Von Reinhard Schmitz

, 08.09.2008, 13:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lars Depka mit seinem Teleskop.

Lars Depka mit seinem Teleskop.

Denn der Schwerter Hobby-Astronom schaffte es in die Top Ten unter den mehr als 12 000 Vorschlägen in dem sechswöchigen Namens-Wettbewerb. „Mein Wortspiel Vision setzte sich aus den englischen Abkürzungen für einen, leistungsstarken Erkunder hoher Neutronenstern-Energie‘ zusammen“, erklärt Depka seine Schöpfung. Gleichzeitig stehe sie im Englischen für „Weitblick/Vision“.

Auf den Wettbewerb gestoßen war Depka rein zufällig bei der Vorbereitung seiner Vortragsreihe, die er in der Volkshochschule hält. Darin berichtete er über unsere Sonne, die neben dem sichtbaren Licht auch Photonen mit einer 100-fach höheren Energie als Röntgenstrahlen abstrahlt. Bei weiteren Recherchen bei der Nasa erwähnte der dortige Öffentlichkeits-Mitarbeiter plötzlich ganz beiläufig: „Wir suchen noch einen einprägsamen Namen für das Weltraumteleskop, der auch für englischsprachige Personen leicht auszusprechen sein sollte und der hilft, unseren Satelliten zu einem Thema in der breiteren Öffentlichkeit werden zu lassen.“

Den Sieger des Namenswettbewerbs wollte die Nasa zur offiziellen Pressekonferenz in Washington einladen. Deshalb kostete es Depka keine großen Überredungskünste, um weitere Kollegen aus dem „alten Europa“ zur Teilnahme zu bewegen. Das Rennen machte schließlich allerdings ein Vorschlag aus den USA. Mit der Bezeichnung „Fermi“ erinnert das Weltraumteleskop künftig an einen italo-amerikanischen Forscher, der im Jahre 1938 mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet wurden. „Vielleicht hat es auch deshalb nicht zum Sieg gereicht, weil man in den USA Angst vor einer deutschen Spesenrechnung hatte“, nimmt Depka die Entscheidung mit einem Augenzwinkern. Denn Geld sei schließlich überall knapp. 

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