Achtung am Freitag: Baustelle Lennetalbrücke der A45 geht ins Finale

rnAutobahn A45

Entspannung bei den Autobahnbaustellen rund um Schwerte. Die A1-Brücke über die Sölder Straße ist fertig, die Lennetalbrücke der A45 folgt bald. Ein wichtiger Schritt passiert am Wochenende.

Schwerte

, 13.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Licht in Sicht für die staugeplagten Autofahrer auf der A45 bei Schwerte: Die Baustelle an der großen Lennetalbrücke zwischen der Abfahrt Ergste und dem Kreuz Hagen macht in diesen Tagen einen sichtbaren Schritt in Richtung ihres endgültigen Endes. Auch die zweite, östliche Hälfte des Bauwerks ist fertiggestellt. Für das Finale des Projekts wird sie jetzt den kompletten Verkehr aufnehmen, der bislang über die andere Hälfte floss.

Alle Fahrspuren werden auf die fertige östliche Brückenhälfte umgelegt

„Die Umlegung der Fahrspuren findet in dieser Woche sukzessive statt“, sagt Karl-Josef Fischer, Sprecher der federführenden Niederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen NRW. Das große Finale steht in der Nacht von Freitag auf Samstag (13./14. November) bevor: Dann werden alle Spuren auf die östliche Hälfte verschoben.

„Dabei wird es keine Vollsperrung geben“, erklärt der Sprecher. Auch werde die Autobahn während der Maßnahme nicht über längere Zeit auf eine Spur verengt. Vielleicht nur einmal kurzfristig, wenn Warnbaken versetzt werden müssen. Alles sei aber bewusst in die verkehrsschwächeren Nachtstunden verlegt worden.

Aus riesigen stählernen Hohlkästen wurde die einen Kilometer lange Lennetalbrücke zusammengeschweißt. Jetzt sind beide Hälften fertig.

Aus riesigen stählernen Hohlkästen wurde die einen Kilometer lange Lennetalbrücke zusammengeschweißt. Jetzt sind beide Hälften fertig. © Reinhard Schmitz

Ansonsten quälen sich täglich rund 100.000 Autos durch den hochbelasteten Baustellenbereich. Deshalb – so der Sprecher weiter – sei es oberste Maßgabe gewesen, in jeder Projektphase stets zwei Spuren in jeder Richtung offenzuhalten. Es musste verhindert werden, dass genervte Autofahrer von der Autobahn abfahren, um sich Schleichwege durch Schwerte und Hagen zu suchen – was Bundesstraßen und Städte heillos verstopft hätte.

Schon 2014 begann der Neubau der maroden Großbrücke

Die Arbeit im fließenden Verkehr war ein wesentlicher Grund, warum sich die im Jahr 2014 gestartete Maßnahme mehrfach verzögerte. Spätestens Mitte nächsten Jahres – so kündigt Karl-Josef Fischer an – soll sie aber abgeschlossen sein. Dann stehen auf dem rund einem Kilometer langen Bauwerk für jede Richtung drei Spuren plus Standspur zur Verfügung. Wer darüber rollt, bekommt von den restlichen Handgriffen nichts mehr mit. Die finden 20 Meter tiefer im Tal statt, wo die Behelfspfeiler abgetragen werden müssen, auf denen bislang die westliche Brückenhälfte (Richtung Frankfurt) ruht.

Millionen hat die Stadt Hagen mit der Blitzanlage verdient, die sie für die Dauer des Brückenneubaus an der Autobahn A45 platziert hat.

Millionen hat die Stadt Hagen mit der Blitzanlage verdient, die sie für die Dauer des Brückenneubaus an der Autobahn A45 platziert hat. © Reinhard Schmitz

Deren Platte wird zuvor noch 20 Meter zur Seite auf die endgültigen Pfeiler verschoben. Die spektaktuläre Aktion soll im März 2021 in nur einem Tag erledigt sein. Die Vorbereitungen laufen bereits. Zwischen den Pfeilerreihen werden sogenannte Verschubbalken gebaut, auf denen die Brückenplatte wie auf Schienen gleiten soll. Gleichzeitig wird deren Fahrbahndecke erneuert. Sie habe, so der Sprecher, erhebliche Mängel aufgewiesen, die nun in Gewährleistung durch die ausführende Firma beseitigt würden.

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